Theaterkompass.de Logo

Robert Schumanns Szenen aus Goethes Faust

Uraufführung/Premiere am 28. Oktober 2018
Schumann hatte keinen dramaturgischen Gesamtplan in Bezug auf den Faust. Er fragt sogar: „Wozu Musik zu solch vollendeter Poesie?“ und meint zunächst nur den apotheotischen Schluss von Faust II. Erst in den Lücken, in den Zwischenräumen rundet sich die Geschichte.

Schumann hatte keinen dramaturgischen Gesamtplan in Bezug auf den Faust. Er fragt sogar: „Wozu Musik zu solch vollendeter Poesie?“ und meint zunächst nur den apotheotischen Schluss von Faust II, von dem er zunächst ausgeht. Erst danach fügt er weitere „Szenen aus Goethes Faust“ hinzu, doch der Zusammenhang bleibt lose und sprunghaft. Erst in den Lücken, in den Zwischenräumen rundet sich die Geschichte.

Ein vielfältiges Rahmenprogramm begleitet die Neuproduktion Szenen aus Goethes Faust. Das Rahmenprogramm zu Szenen aus Goethes Faust im Detail: „Stets gefunden, nie gesucht“ - Ausstellung Achim Freyers anlässlich der Premiere Szenen aus Goethes Faust. Achim Freyer wird anlässlich seiner Neuinszenierung des Szenen aus Goethes Faust von Robert Schumann eine Ausstellung in der Galerie Renate Kammer zeigen. Es erscheint ein Katalog zu seinen Werken, aber auch seine bisher unveröffentlichten Arbeiten. Der Eintritt ist frei!

Einführungsmatinée: In Gesprächen und musikalischen Beiträgen werden Details von der Konzeption der szenischen Umsetzung über die musikalische Interpretation bis hin zum Probenprozess gegeben.

OpernReport: „Von Fäusten und des Pudels Kern“ - Vortrag und Lesung von Dr. Alexander Meier-Dörzenbach. Der Wunderheiler und Schwarzkünstler Johann Faust verschrieb sich um die Wende vom 15. zum 16. Jahrhundert angeblich dem Teufel. Auch wenn es zahlreiche Auseinandersetzungen mit diesem historischen Stoff gibt, so sind es die über 12.000 Verse Goethes, die Faust neben Mozarts Giovanni und Shakespeares Hamlet als mythische Figur in der modernen Sinnsuche verewigt haben. Zwischen Gretchentragödie und Gelehrtentragödie hat das bekannteste Werk der deutschen Literatur auch Maler und Komponisten, Fotografen und Filmemacher inspiriert und ist so in allen Künsten sinnlich aufzuspüren. Robert Schumann hat sich über viele Jahre mit dem Werk auseinandergesetzt und in den erst 1862 posthum aufgeführten Szenen aus Goethes „Faust“ zum Klingen gebracht. Sein drittes Werk ohne Opuszahl ist keine Oper, sondern ein dreiteiliges Amalgam aus literarischer Kantate um die Gretchengeschichte, säkularem Oratorium mit Faust im Zentrum und erlösungs-allegorischer Chorsymphonie, von dem Schumann selbst erwartete, dass seine Gesamtaufführung „höchstens mal als Kuriosität geschehen dürfe“. Während Gounods Faust-Oper sich seit Erscheinen 1859 weltweit größter Beliebtheit auf den Bühnen erfreut, fristete Schumanns Werk lange ein Schattendasein, dabei ist er der erste Komponist, der den zweiten Teil der Dichtung vertonte und sich so der Erlösungsfrage klanglich nähert.

Der Musiktheaterdramaturg, Kunsthistoriker und Literaturwissenschaftler Dr. Alexander Meier-Dörzenbach wird das Werk zwischen Wort, Bild und Ton kontextualisieren, während der besonders aus Film und Fernsehen bekannte Schauspieler und Synchronsprecher Wolfgang Häntsch ausgewählte Passagen zum Leben erwecken.

OpernForum „Szenen aus Goethes Faust“. Diese Partnerschaft zwischen der Universität Hamburg und der Staatsoper Hamburg will interessante und überraschende Zusammenhänge und Bezüge zwischen Oper und Wissenschaft erforschen. Die Kultur des Wissens und die Kultur der Darstellung treten miteinander in den Dialog. Zu ausgewählten Stücken diskutieren Wissenschaftler über Themen, mit denen die eine oder andere Oper nachdrücklich mit unserer Zeit in Beziehung tritt.

Mitwirkende

Kent Nagano(Musikalische Leitung)
Amanda Freyer(Kostümbild)
Klaus-Peter Kehr(Dramaturgie)
Jakob Klaffs(Videodesign)
Hugo Reis(Videodesign)
Sebastian Alphons(Lichtdesign)
Eike Mann(Bühnentechnik)
Moritz Nitsche(Bühnenbild)
Petra Weikert(Kostümbild)
Narea Son(Schauspieler/in)
Christina Gansch(Schauspieler/in)
Katja Pieweck(Schauspieler/in)
Norbert Ernst(Schauspieler/in)
Christian Gerhaher(Schauspieler/in)
Alexander Roslavets(Schauspieler/in)
Liang Li(Schauspieler/in)
Wolfgang Häntsch(Schauspieler/in)

Spielzeiten

Sonntag, 28. Oktober 2018 (Premiere / Uraufführung)
Mittwoch, 31. Oktober 2018
Samstag, 03. November 2018
Dienstag, 06. November 2018
Freitag, 09. November 2018
Mittwoch, 14. November 2018
Samstag, 17. November 2018

Teile den Beitrag auf

Background image of the page