Angestachelt vom Geist seines Vaters, fordert Hamlet Vergeltung für dessen Ermordung durch König Claudius und fällt – perfide Rachepläne schmiedend – zusehends dem Wahnsinn zum Opfer. Oder hat es nur diesen Anschein, weil Hamlet, der in allem einen Sinn finden muss, an der Welt um ihn herum verzweifelt? In gewohnt komödiantisch-scharfsinniger Manier widmet sich das Bagaasch-Kollektiv diesem tragischen Dramenstoff. Mit der hochaktuellen und scharfsinnigen Textfassung von Jeroen Versteele, mit der 2020 das Berliner Theatertreffen eröffnet wurde, wird die Bagaasch der hoffentlich hochsommerlichen Freilichttheater-Stimmung ordentlich einheizen.
„Hamlet“ ist – nach zuletzt der Führer Farce „Mein Kampf“ – eine Kooperation zwischen dem Stadttheater und der Fürther Ensemblebühne, dessen Mitglieder Uwe Weiherer und Rike Frohberger in Gedenken an Ute Weiherer den Freigeist ihrer Bühne fortbestehen lassen. Die Inszenierung liegt bei Intendant Werner Müller.
Deutsch von Angela Schanelec und Jürgen Gosch. Bearbeitung von Jeroen Versteele mit Ausschnitten aus „Die Hamletmaschine“ von Heiner Müller. Produktion Fürther Bagaasch-Ensemblebühne in Kooperation mit Stadttheater Fürth.
Inszenierung: Werner Müller. Bühne: Stephan Scheiderer. Kostüme: Doris Hanslbauer. Komposition und Live-Musik: Philip Kranz.


