Der Mantel ist ein in düsteren musikalischen Stimmungsbildern gemaltes Eifersuchtsdrama, das mit einem Mord endet. Als lyrisches Intermezzo sieht Puccini die Geschichte von Schwester Angelica. Sie wurde von ihrer Familie in ein Kloster verbannt, weil sie ein uneheliches Kind zur Welt brachte. Als sie erfährt, dass dieses verstorben ist, erlöst sie sich selbst von ihrem trostlosen irdischen Dasein.
Einen absoluten Kontrast zu den beiden ersten Einaktern bildet Gianni Schicchi. Der schlitzohrige Titelheld lässt unter der Maske des hilfsbereiten Freundes die habsüchtigen Verwandten des verstorbenen reichen Buoso Donati zu betrogenen Betrügern werden. Mit raffinierten Ensembles in temporeichem Parlandostil, Laurettas Arien-Highlight „O mio babbino caro“ und jeder Menge musikalischer Pointen beweist Puccini hier sein komisches Talent.
Il trittico wurde 1918 an der New Yorker Metropolitan Opera mit großem Erfolg bei Presse und Publikum uraufgeführt. Allerdings erfuhr zunächst nur Gianni Schicchi eine weitere Verbreitung, indem er in Kombination mit anderen Operneinaktern gespielt wurde. Der dreiteilige Zyklus, der sein Publikum fesselt, berührt und zum Lachen bringt, wird das erste Mal als Einheit gezeigt.


