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In der Strafkolonie

in Großes Haus
Uraufführung/Premiere am 13. März 2020
Ein Forschungsreisender besucht die Strafkolonie eines fremden Landes und wird von deren neuem Kommandanten gebeten, einer Hinrichtung beizuwohnen. Während er die grausame Methode der Exekution beobachtet, wird ihm die Absurdität eines totalitären Systems vor Augen geführt.

Als der Offizier realisiert, dass seine Überzeugungen nicht mehr länger Akzeptanz finden, bleibt nur noch eine Option offen … und die Maschine offenbart ihr wahres Grauen.

Franz Kafkas meisterhafte allegorische Erzählung, die sich zunächst mit dem Thema Todesstrafe zu befassen scheint, ist weitaus zeitloser und vielschichtiger, als man auf den ersten Blick glauben mag. Aus Kafkas dichterischer Vorlage entspinnt sich eine weitreichende Erkundung der Fragen nach Humanismus, Prinzipientreue und Verblendung und offenbart die absurde Logik eines totalitären Systems, welche letztlich jede Form von Menschlichkeit unterläuft. Mit den unablässig pulsierenden Klangmustern seiner eindringlichen Minimal Music findet Philip Glass in seiner Vertonung für Tenor, Bass und Streichquintett eine musikalische Entsprechung für die geschilderte Unerbittlichkeit von Maschine und Rechtssystem.

Information für Besucherinnen und Besucher: Bei den Aufführungen der Kammeroper In der Strafkolonie wird die STUDIO.BOX zur Raumbühne, die räumliche Trennung von Zuschauer- und Bühnenbereich ist dadurch aufgehoben. Das Publikum hat die Möglichkeit und wird gebeten, sich während der Vorstellung je nach szenischer Situation frei im Raum zu bewegen. Es wird einige wenige Sitzplätze am Rand geben. Zur Spielsituation gehört auch, dass Livebilder der Aufführung projiziert werden, auf denen auch Besucherinnen und Besucher zu sehen sind. Diese Videoübertragung erfolgt nur live und wird nicht aufgezeichnet.

Kammeroper von Philip Glass, Text von Rudolph Wurlitzer, Auftragswerk von A Contemporary Theatre (ACT) in Seattle, Washington, Uraufführung 2000, nach der gleichnamigen Erzählung von Franz Kafka, in englischer Sprache mit deutschen Übertiteln.

Musikalische Leitung Chanmin Chung, Inszenierung Cristiano Fioravanti, Ausstattung Mila van Daag, Video Marc Löhrer, Dramaturgie Arne Langer.

Mitwirkende

Yury Ilinov(Musikalische Leitung)
Peter Lehmann(Bühnenbild)
René Grüner(Videodesign)
Jannike Schulte(Dramaturgie)
Kai Wefer(Schauspieler/in)
Florian Neubauer(Schauspieler/in)
Artem Pshenychnykov(Schauspieler/in)
Chanmin Chung(Musikalische Leitung)
Mila van Daag(Bühnenbild)
Marc Löhrer(Videodesign)
Arne Langer(Dramaturgie)

Spielzeiten

Freitag, 13. März 2020 (Premiere / Uraufführung)
Sonntag, 22. März 2020
Sonntag, 29. März 2020
Samstag, 18. April 2020
Freitag, 24. April 2020
Sonntag, 26. April 2020

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