Iphigenie, die Tochter des fluchbeladenen Geschlechts der Tantaliden, lebt als Priesterin in Tauris. Sie sehnt sich nach ihrer Rückkehr, ist jedoch dem Taurerkönig Thoas verpflichtet, dessen Gewaltherrschaft sie in eine humane verwandelt hat.
In letzter Sekunde entführte Artemis das Mädchen und brachte sie nach Tauris. Jetzt, nach vielen Jahren als Artemis‘ Priesterin in der Fremde, sehnt sie sich nach Rückkehr. Und ist zugleich dem Taurerkönig Thoas tief verpflichtet, dessen Gewaltgesellschaft sie in eine humane verwandelt hat.
„Es fürchte die Götter das Menschengeschlecht“, heißt es im Parzenlied, das Iphigenie in ihrer Kindheit gehört und so gern vergessen hatte. Heiner Müller hat einmal gesagt, man müsse nur einen einfachen Druckfehler machen und schon werde der Satz aktuell: „Es fürchten die Götter das Menschengeschlecht“. Das ganze Stück zittere vor diesem Druckfehler.