Anstatt seiner Frau beizustehen, verbringt er die Abende immer öfter auf dem Gut der Lebedews, die illustre Gelage veranstalten und hinter vorgehaltener Hand über den lächerlichen Iwanow lästern. Da Anna Petrowna ihn nicht davon abhalten kann, dorthin zu fahren, reist sie ihm nach und erwischt ihren Mann in flagranti mit der jungen Sascha. Aber auch nach einer direkten Konfrontation möchte Iwanow nicht von seiner egoistischen Lebensweise abrücken.
Robert Ickes Bearbeitung bringt Tschechows Figuren in die Gegenwart. Dabei bleiben sie Gefangene einer Zwischenzeit, die spüren, dass etwas ohne ihr Zutun zu Ende gegangen ist und etwas Neues sich seinen Weg bahnt, dem sie aber nicht mehr angehören werden. Iwanow ist ein gescheiterter Intellektueller, zu getrieben für das Alltägliche, aber zu träge für das Außergewöhnliche, weil er nicht in der Lage ist, an etwas zu glauben.

