Die Kaserne wird Zentrum dieser Kollaborationen. Sie werden hier fertig geprobt und erstmals öffentlich vorgestellt. Möglich wird dies auch durch die enge Kooperation mit lokalen Partnern.
Inhaltlich und formal unterscheiden sich die Arbeiten stark. Aktuelle feministische Diskurse in unterschiedlichen und lustvollen Spielformen nehmen viel Raum ein. Persönliche Begegnungen zeichnen sich aus durch eine hohe Verletzlichkeit, weit weg von zynischer Weltbetrachtung. Dem massiven politischen Druck und der rücksichtslosen Ausbeutung natürlicher Ressourcen steht eine selbstbewusste Suche nach neuen gemeinsamen Antworten gegenüber.
Ein weiteres Merkmal ist das Ineinandergreifen der Sparten: Musik, Theater und Tanz gehen eigenwillige Mischformen ein, brillante Musiker*innen treffen auf hervorragende Performer*innen. Kombitickets ermöglichen einen Abend mit zeitgenössischem Tanz aus Beirut und nubischer Clubmusik, dokumentarischem Theater aus Kapstadt und elektronischen Beats aus Tunis. Lange festliche Nächte, die den Austausch vertiefen sollen, starten jeweils mit dem Begegnungsformat «Upfront». Dieses bietet Einblick in die performative Praxis der auftretenden Künstler*innen.

