Eine Kleinstadt an der Wolga in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts. Eine junge Frau mit Namen Katja Kabanova begeht Ehebruch. Und weil sie mit dieser Tat an den bigotten Moralvorstellungen einer heuchlerischen Gesellschaft scheitert, begeht sie kurz darauf Suizid. Die Oper Katja Kabanova von Leoš Janáček ist das Porträt einer eigenwilligen Frau, die mit den Konventionen einer ganzen Gesellschaft bricht und dafür mit dem Leben büßen muss.
Die Regisseurin Florentine Klepper ist in Bern längst keine Unbekannte mehr. 2016 hat sie im Kubus auf dem Waisenhausplatz Toshio Hosokawas Oper Hanjo inszeniert – Presse und Publikum waren von der sorgfältigen Figurenpsychologie und der präzisen Regieführung hoch angetan. Mit demselben Team wie 2016 widmet sich Klepper nun der Geschichte von Katja Kabanova.
Die musikalische Leitung hat Kevin John Edusei, Chefdirigent des Musiktheaters KTB.
Für diese Opernproduktion sind zwei hochkarätige Sängerinnen zu Gast in Bern. Die in Südafrika geborene Johanni van Oostrum wird die Katja Kabanova verkörpern, einen Part, den sie bereits 2011 am Nationaltheater in Brno gesungen hat. Und das Berner Urgestein Ursula Füri-Bernhard wird Katjas Schwiegermutter Kabanicha spielen.
Libretto vom Komponisten nach Alexander Nikolajewitsch Ostrowskijs Gewitter in tschechischer Sprache mit deutschen Übertiteln.
Musikalische Leitung: Kevin John Edusei, Regie: Florentine Klepper, Bühne: Martina Segna, Kostüme: Adriane Westerbarkey, Chor: Zsolt Czetner, Dramaturgie: Katja Bury, Heiko Voss, Sprachcoaching: Eva Holloway.
Orchester: Berner Symphonieorchester, Chor: Chor Konzert Theater Bern.

