Ob Geist oder Zauberer, ob magische Zeremonie oder orakelnde Erscheinung - für alle Arten des Übernatürlichen hält die Musik des unvergleichlichen Henry Purcell den berückenden Ausdruck bereit. Doch auch Chöre reißen hier mit. Und mit der großen musikalischen Frost-Szene eines Kälte-Genius gelang Purcell eines der eindrücklichsten Stücke der Musikgeschichte überhaupt. Purcell, der nur 36 Jahre alt wurde, gilt als einer der originellsten Komponisten des Barock. Der „Cold Song“ aus seinem „King Arthur“ hat es in einer Version des Sängers Klaus Nomi sogar in die Pop-Charts geschafft.
Aus der Verbindung von spektakulärem Schauspiel, berückendem Gesang und tänzerisch-schwungvoller Instrumentalmusik Ballett ist Ende des 17. Jahrhunderts keine Oper entstanden, wie sie damals auf dem Kontinent beliebt war, sondern eine ganz eigene Theaterform, die „semi-opera“ genannt wurde. In dieser gehen Schauspiel, Musiktheater und Tanz eine geradezu magische Symbiose ein. Das Publikum darf sich auf eine bunte Mischform aus Schauspielszenen, elektrisierenden Instrumentalnummern, gefühlvollen Arien, viel Theatermaschinenzauber, populären Tanzeinlagen und vielfältigem Chorgesang freuen.
Beim ersten „King Arthur“ gehen Schauspiel, Musiktheater und Ballett gemeinsam auf die Suche nach der schönen Emmeline. Mario Holetzeck zeichnet für die Inszenierung der spartenübergreifenden Produktion verantwortlich, die musikalische Leitung liegt in den Händen von Elisa Gogou, erste Kapellmeisterin.
Dialoge in deutscher Sprache, Gesang in englischer Sprache mit Übertiteln.

