Unter Engelbert Humperdincks fünf Märchenopern sticht seine 1910 an der New Yorker Met uraufgeführte Oper Königskinder hervor. Die Kritik lobte sie zunächst als „wertvollste Oper der nachwagnerschen Zeit“. Der Erste Weltkrieg jedoch beendete das Interesse an Märchensujets, auch unterstellte man dem Werk deutsche Großmannssucht. Die zeitlose inhaltliche Kritik an Standesdünkel sowie Humperdincks elegisch feinfühlige Musik haben das düstere Kunstmärchen in den letzten Jahren zu Recht wieder auf die Opernbühne zurückgebracht.
Libretto von Elsa Bernstein
Musikalische Leitung GMD Leo Siberski
Regie Jürgen Pöckel
Bühne/Kostüme Andrea Hölzl
Dramaturgie André Meyer / Ulrike Berger
Bild: Engelbert Humperdinck

