«Manche werden als Hammer geboren, andere als Amboss», dieses Motto klingt leitmotivisch durch das spanische Nationalwerk, das Operngestus, Flamenco und spanische Folklore vereint.
Salud ist gefangen in den Konventionen einer Gesellschaft, in der die Geburt den Lebensweg unverrückbar bestimmt und in der soziale Ehre und sexuelle Unberührtheit einen zerbrechlichen Bund eingehen. Saluds Liebe zu Paco verletzt die Regel zweifach: Sie liebt über die gesellschaftlichen Grenzen hinweg, und die Liebe scheint mutmaßlich körperlich zu sein. Der doppelte Tabubruch setzt unabdingbar fatal jene ritualisierte, typisch spanische Handlungskette von Eifersucht, Fluch und Tod in Gang.
Rolando Garza (Musikalische Leitung) und Ulrike Jühe (Regie) haben eine Fassung erarbeitet, die Musik wie Handlung verdichtet und die der Lust am Untergang die Lust am Leben gegenübergestellt. Für authentische jugendliche Frische sorgen die Mitglieder des Opernstudios OperAvenir, während der Jugendclub Tanz tänzerisches Temperament beisteuert.
Das Musiktheaterprojekt des Opernstudios OperAvenir ist in spanischer Sprache mit deutschen Übertiteln.

