Lilja will raus. Nach Amerika. Dorthin, wo Osteuropa nur noch ferne Vergangenheit ist. Doch ihre Mutter zieht ohne sie fort und lässt sie zurück. Fortan ist Lilja auf sich allein gestellt, ihre Tante hilft ihr nicht, ihre Freundinnen verraten sie, nur der junge Volodja hält zu ihr.
Plötzlich bietet sich die Chance auf eine bessere Zukunft in München. Lilja blüht auf, doch kurz nach ihrer Ankunft muss sie feststellen, dass sie keineswegs die ersehnte Freiheit erwartet.
„Lilja 4-ever“ handelt von Überlebensstrategien und von Zwangsprostitution und wird von Anja Sczilinski nach dem Film von Lukas Moodysson mit zwölf Jugendlichen der intergroup des JUNGEN RESI sowie Schauspielern des Ensembles inszeniert. Auf den Spuren von Dangoule Rasalaite, auf deren Leben Film und Stück basieren, erkundet sie in ihrer Arbeit am Beispiel eines einzelnen Schicksals europäische Träume und Alpträume.