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Lulu

in Schauspielhaus
Uraufführung/Premiere am 03. Dezember 2017
Die Inszenierung von Willy Decker ist dem Staatsopernpublikum seit ihrer Premiere bekannt. Lulu, basierend auf Frank Wedekinds Tragödien, konnte von Alban Berg nicht fertiggestellt werden und gelangte erst nach seinem Tod zur Uraufführung.

Es etablierte sich die Aufführungstradition, das Stück als zweiaktiges Fragment zu zeigen, bei der den ersten beiden Akten die letzten zwei Teile von Bergs Symphonischen Stücken angehängt wurden. Auch die Wiener Premiere 2000 folgte dieser Tradition. Zum ersten Mal wurde Lulu an der Wiener Staatsoper 1968 aufgeführt; in einer Inszenierung von Otto Schenk, Karl Böhm am Dirigentenpult und KS Anja Silja in der Titelpartie.

Die Orchestrierung des 3. Aktes vervollständigte schließlich Friedrich Cerha, die Weltpremiere der dreiaktigen Fassung fand 1979 in Paris statt. Am 24. Oktober 1983, unter der musikalischen Leitung des damaligen Direktors Lorin Maazel und mit Julia Migenes als Lulu, kam die dreiaktige Version zur Erstaufführung.

Für die kommende Premiere kehrt Willy Decker zurück an die Wiener Staatsoper, um seine gefeierte Lulu-Inszenierung in der dreiaktigen Fassung zu präsentieren. Für das Haus am Ring schuf der international gefragte deutsche Regisseur noch Inszenierungen von Billy Budd, Die Tote Stadt und Idomeneo. Weitere Regiearbeiten führten ihn u. a. nach Amsterdam, Berlin, zu den Salzburger Festspielen und an die Dresdner Semperoper.

Seine Gedanken zu Lulu erläuterte er im Programmheft für die Premiere 2000:
„Lulu provoziert Unsicherheit – alles und jeder um sie herum verliert unter ihrem Einfluss Boden unter den Füßen, strauchelt und stürzt. Lulu, die Person, und Lulu, das Stück, sind auf Verunsicherung angelegt. […] das Stück beschreibt die Grundspannung zwischen Männlich und Weiblich als einen immerwährenden Kampf – der Ort dieses Kampfes und damit der Ort des Stückes ist die Arena.“

Musikalisch geleitet wird die Premierenserie von Ingo Metzmacher. An der Wiener Staatsoper debütierte er 2009 mit der Neuproduktion von Lady Macbeth von Mzensk und leitete hier in weiterer Folge noch Vorstellungen von Parsifal, die Premiere von Aufstieg und Fall der Stadt Mahagonny sowie Jenůfa; zuletzt wieder Lady Macbeth von Mzensk im Mai 2017. Der deutsche Dirigent ist gegenwärtig Intendant der KunstFestSpiele Herrenhausen in Hannover.

Mitwirkende

Miles Perkin(Musikalische Leitung)
Julian Marbach(Bühnenbild)
Annette Riedel(Kostümbild)
Norman Plathe(Lichtdesign)
Berit Jentzsch(Choreografie)
Carmen Wolfram(Dramaturgie)
Sandra Gerling(Schauspieler/in)
Paul Grill(Schauspieler/in)
Berit Jentzsch(Schauspieler/in)
Caroline Junghanns(Schauspieler/in)
Ferdinand Lehmann(Schauspieler/in)
Andreas Leupold(Schauspieler/in)
André Willmund(Schauspieler/in)
Ingo Metzmacher(Musikalische Leitung)
Ruth Orthmann(Dramaturgie)
Wolfgang Gussmann(Bühnenbild)
Susana Mendoza(Kostümbild)
Agneta Eichenholz(Schauspieler/in)
Angela Denoke(Schauspieler/in)
Donna Ellen(Schauspieler/in)
Ilseyar Khayrullova(Schauspieler/in)
Konrad Huber(Schauspieler/in)
Jörg Schneider(Schauspieler/in)
Bo Skovhus(Schauspieler/in)
Herbert Lippert(Schauspieler/in)
Franz Grundheber(Schauspieler/in)
Wolfgang Bankl(Schauspieler/in)
Carlos Osuna(Schauspieler/in)
Alexandru Moisiuc(Schauspieler/in)
Maria Nazarova(Schauspieler/in)
Bongiwe Nakani(Schauspieler/in)
Manuel Walser(Schauspieler/in)
Ayk Martirossian(Schauspieler/in)

Spielzeiten

Sonntag, 03. Dezember 2017 (Premiere / Uraufführung)
Mittwoch, 06. Dezember 2017
Samstag, 09. Dezember 2017
Dienstag, 12. Dezember 2017
Freitag, 15. Dezember 2017

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