Ein Richter, der einen jungen Burschen zum Tode verurteilt, weil dieser seine Freundin geschwängert hat, ohne verheiratet zu sein. Isabella, die Schwester des Todeskandidaten und angehende Nonne, fleht Angelo um Gnade an. Woraufhin er der Novizin ein unmoralisches Angebot macht: Isabellas Körper gegen das Leben ihres Bruders. Angelo misst mit zweierlei Maß.
Im Titel klingt es an: Shakespeares Mass für Mass ist ein Stück über Doppelmoral und handelt von der richtigen Balance zwischen dem notwendigen Maß an gesellschaftlicher Ordnung und dem größtmöglichen Maß an individueller Freiheit.
Ein empfindliches Gleichgewicht: Je nach Standpunkt verschieben sich die Gewichte. Was ist Recht? Und wie viel Recht und Ordnung braucht eine Gesellschaft? Wie viel Freiheit darf, muss sein? Fragen, die in Zeiten, da Bürgerrechte im Namen der Sicherheit beschnitten werden, aktueller kaum sein könnten.

