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Mein Freund Harvey

Uraufführung/Premiere am 18. Januar 2020
Elwood P. Dowd ist ein unauffälliger Mann, der sein Leben mit einem unsichtbaren Freund, einem großen weißen Hasen namens Harvey, teilt. Während Elwood in seiner Welt glücklich ist, stellt die Situation für seine Schwester und ihre Tochter ein Problem dar, das schließlich zu einer drastischen Entscheidung führt.

Für Elwood ist das kein Problem, er scheint das gar nicht zu bemerken. Aber für Elwoods Schwester Veta Louise und ihre Tochter Myrtle Mae ist es ein Problem. Denn sie wohnen im gleichen Haus wie Elwood (und eventuell Harvey) — allerdings zunehmend vereinsamt. Denn wen kann man noch zum Dinner einladen, wenn dem Besuch spätestens zum Dessert von Elwood sein Freund Harvey vorgestellt werden wird? Es ist also klar: Es muss etwas passieren.

Veta beschließt, Elwood in der Anstalt von Prof. Chumley unterzubringen. Allerdings — je länger Elwood in dieser Klinik ist, desto unsicherer wird die Annahme, dass es Harvey nicht gibt. Denn immer mehr Leuten scheint nun Harvey selber zu begegnen, Veta und auch Prof. Chumley nicht ausgenommen. Und was wird mit dem freundlichen, großzügigen und herzlichen Elwood passieren, wenn nach der Behandlung der Hase vielleicht weg ist, aber dafür die blanke Realität übrig bleibt?

Nach „Der Gott des Gemetzels“ und „Der nackte Wahnsinn“ setzt das Schauspiel Leipzig die Reihe der Theater-Komödien fort: „Mein Freund Harvey“ war das zweite Stück der Autorin Mary Chase und wurde 1945 mit dem Pulitzer-Preis ausgezeichnet, der Premiere am Broadway folgten 1.775 Aufführungen. Die Verfilmung mit James Stewart 1950 machte den großen weißen Hasen dann weltberühmt. Aber „Mein Freund Harvey“ ist und bleibt, was es zuallererst war: eine großartige Theaterkomödie — und ein charmantes Plädoyer für Toleranz, ein Plädoyer für den unsichtbaren Hasen in unser aller Leben.

Es inszeniert, wie auch bei „Der Gott des Gemetzels“ und „Der nackte Wahnsinn“, Schauspielintendant Enrico Lübbe. Die Bühne gestaltet Etienne Pluss, der im November 2019 mit dem Deutschen Theaterpreis DER FAUST 2019 in der Kategorie Bühnenbild ausgezeichnet wurde, für die Inszenierung „Violetter Schnee“ in der Regie von Claus Guth an der Staatsoper Unter den Linden Berlin. Mit „Mein Freund Harvey“ setzt Etienne Pluss seine langjährige Arbeit am Schauspiel Leipzig fort, nach u. a. den Bühnenbildern zu „Faust I + II“, „Die Maßnahme / Die Perser“, „Der nackte Wahnsinn“ sowie „Der Gott des Gemetzels“. Zukünftige Projekte mit Claus Guth führen Etienne Pluss an das Bolschoi-Theater Moskau und die Metropolitan Opera New York.

Deutsch von Alfred Polgar

Regie: Enrico Lübbe
Bühne: Etienne Pluss
Kostüme: Bianca Deigner
Dramaturgie: Torsten Buß
Licht: Ralf Riechert

Mitwirkende

Etienne Pluss(Bühnenbild)
Bianca Deigner(Kostümbild)
Torsten Buß(Dramaturgie)
Ralf Riechert(Lichtdesign)
Michael Pempelforth(Schauspieler/in)
Bettina Schmidt(Schauspieler/in)
Katharina Schmidt(Schauspieler/in)
Dirk Lange(Schauspieler/in)
Denis Petković(Schauspieler/in)
Anne Cathrin Buhtz(Schauspieler/in)
Julia Berke(Schauspieler/in)
Thomas Braungardt(Schauspieler/in)
Julius Forster(Schauspieler/in)
Tilo Krügel(Schauspieler/in)

Spielzeiten

Samstag, 18. Januar 2020 (Premiere / Uraufführung)
Samstag, 25. Januar 2020
Donnerstag, 06. Februar 2020
Samstag, 22. Februar 2020
Sonntag, 01. März 2020
Sonntag, 12. April 2020
Sonntag, 24. Mai 2020

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