Das Stück erzählt den Lebensweg der Marketenderin Anna Fierling, genannt „Mutter Courage“, einer Frau voller Geschäftssinn, Überlebenswillen, Schlagfertigkeit und Kraft. Die Courage zieht in den Wirren des Krieges mit ihrer stummen Tochter und zunächst auch mit ihren beiden Söhnen stets im Gefolge verfeindeter Truppen durch Europa. Sie versorgt die Soldaten mit Waren und hält mit ihren Geschäften die Familie über Wasser. Sie zieht ihren Profit aus dem Krieg – ganz nach ihrer Überzeugung „der Krieg nährt seine Leute besser“. Doch der Preis ist hoch; nach und nach verliert sie ihre Kinder an die Grauen des Krieges, den sie selbst gefördert hat. Brecht zeichnet mit „Mutter Courage“ ein hochaktuelles Bild einer entmenschlichten Gesellschaft als Folge von Krieg, Not und Gewalt. Auch heute noch müssen Menschen wie Mutter Courage von Land zu Land ziehen und Verlust auf Verlust erfahren, weil „die großen Geschäfte in den Kriegen nicht von den kleinen Leuten gemacht werden“.
- Musik: Paul Dessau
- Inszenierung: Werner Bauer
- Musikalische Leitung: Norbert Nagel
- Bühne: Marlen von Heydenaber
- Kostüme: Kaja Fröhlich-Buntsel
Das Bild zeigt Bertolt Brecht und Paul Dessau.

