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Nathan // Abraumhalde

Uraufführung/Premiere am 20. September 2019
Menschlichkeit und Toleranz, die Hauptbotschaften der Aufklärung, haben in Lessings »Nathan der Weise« ihre dramatische Herausforderung gefunden. Hier vereinigen sich die drei Weltreligionen nicht nur in der berühmten Ringparabel, sondern auch in der Figur der Recha, Ziehtochter des unorthodoxen Juden Nathan.

In kaum einem anderen Werk steht jedoch das vorgestellte Ideal in einem so komplexen und mehr als widersprüchlichen Verhältnis zur umgebenden und nachfolgenden Realität. Muss nicht – anders als bei Recha – der Gottesglaube und vor allen Dingen der Glaube an die menschliche Vernunft angesichts der Entwicklung der Welt automatisch ins Wanken geraten?

Elfriede Jelinek schafft mit ihrem Text »Abraumhalde« also ein dem entsprechenden Missing Link zu »Nathan«: Was passiert, wenn sich eine Gesellschaft für das Geld und gegen Moral entscheidet, sie sich Moral im wahrsten Sinne des Wortes nicht mehr leisten kann oder will, wenn die Geschichte zeigt, dass das Geld siegt und das Projekt »Aufklärung« der stetigen Gefahr des Scheiterns ausgesetzt ist?

Inszenierung Jan Langenheim
Bühne und Kostüm Jan Langenheim
Dramaturgie Gesa Lolling, Inge Zeppenfeld

Mitwirkende

Jan Langenheim(Bühnenbild)
Gesa Lolling(Dramaturgie)
Inge Zeppenfeld(Dramaturgie)
Melina Pyschny(Schauspieler/in)
Karl Walter Sprungala(Schauspieler/in)
Alexander Wanat(Schauspieler/in)

Spielzeiten

Freitag, 20. September 2019 (Premiere / Uraufführung)
Freitag, 27. September 2019
Mittwoch, 02. Oktober 2019
Sonntag, 06. Oktober 2019
Samstag, 12. Oktober 2019
Dienstag, 15. Oktober 2019
Samstag, 26. Oktober 2019
Freitag, 08. November 2019
Sonntag, 17. November 2019
Dienstag, 26. November 2019

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