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La Juive

Uraufführung/Premiere am 10. Januar 2016
Die Oper warnt vor Antisemitismus und zeigt, wie schnell religiöses Dogma zu Hass und Gewalt führen kann. Im Mittelpunkt steht die tragische Geschichte einer Jüdin, die von ihrem christlichen Liebhaber verraten wird und in einen Strudel aus Konflikten und Gewalt gerät.

Die Oper warnt vor Antisemitismus und zeigt gleichzeitig, wie schnell jede Art von religiösem Dogma zu Hass und Gewalt führt. Das fundamentalistische Klima macht nicht nur die Liebe zwischen Jüdin und Katholik unmöglich, es bringt auch zwei Väter in schlimmste Konflikte. Der Jude Éléazar muss in seiner berühmten Arie „Rachel, quand du Seigneur“ nicht nur erkennen, dass er sein Versprechen, das Kind zu beschützen, nicht halten konnte, sondern auch, dass er selbst und sein religiöser Extremismus es sind, die seine Tochter dem Henker überliefern. Aber auch der Kirchenfürst Brogni kann seinen Vorsatz der christlichen Nächstenliebe nicht auf Dauer einlösen und muss erleben, wie seine Menschlichkeit an seiner politischen Funktion, die ihn immer wieder Todesurteilen zwingt, zerbricht.

Nur einmal scheint kurz Hoffnung auf – wenn sich im Gefängnis zwei Frauen, die eigentlich Rivalinnen sind, gegen die Grausamkeit der Welt verbünden. Mit ihrer tiefen Auslotung der Charaktere und der aktionsreichen Tragik wie Komik sinnlich erfahrbar machenden Spielweise garantiert diese dichte Inszenierung ein Musiktheater-Erlebnis der Extraklasse.

Die hochdramatischen Ensembles und bravourösen Arien machten dieses Spitzenwerk mit Recht zum weltweit größten Erfolg der französischen Grand Opéra.

Es inszeniert Peter Konwitschny, einer der wichtigsten und streitbarsten Regisseure des internationalen Musiktheatergeschehens der letzten Jahrzehnte. Mit seinen Inszenierungen hat er Maßstäbe gesetzt und kontroverse Diskussionen ausgelöst. Peter Konwitschny erhielt 1988 den Kunstpreis der DDR, 1993 den Konrad-Wolf-Preis der Berliner Akademie der Künste, 1997 das Bundesverdienstkreuz, 2005 den Berliner Theaterpreis und 2007 den Preis des Internationalen Theaterinstituts. Er war fünfmal „Regisseur des Jahres“ (Opernwelt). Mit La Juive ist erstmals eine Regiearbeit Peter Konwitschnys am Nationaltheater Mannheim zu sehen.

Eine Koproduktion des Nationaltheaters Mannheim mit dem Kunsthuis Opera Vlaanderen (Belgien).

Mitwirkende

Alois Seidlmeier(Musikalische Leitung)
Johannes Leiacker(Bühnenbild)
Manfred Voss(Lichtdesign)
Bettina Bartz(Dramaturgie)
Luc Joosten(Dramaturgie)
Merle Fahrholz(Dramaturgie)
Astrid Kessler(Schauspieler/in)
Ludmila Slepneva(Schauspieler/in)
Roy Cornelius Smith(Schauspieler/in)
Zurab Zurabishvili(Schauspieler/in)
Andreas Hermann(Schauspieler/in)
Juhan Tralla(Schauspieler/in)
Vera-Lotte Böcker(Schauspieler/in)
Estelle Kruger(Schauspieler/in)
John In Eichen(Schauspieler/in)
Sung Ha(Schauspieler/in)
Joachim Goltz(Schauspieler/in)
Jorge Lagunes(Schauspieler/in)

Spielzeiten

Sonntag, 10. Januar 2016 (Premiere / Uraufführung)
Dienstag, 12. Januar 2016
Mittwoch, 20. Januar 2016
Donnerstag, 28. Januar 2016
Freitag, 05. Februar 2016

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