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Nora oder ein Puppenhaus

Uraufführung/Premiere am 16. November 2018
Nora Helmer hat in ihrer Ehe alles für ihren Mann Torvald getan, doch als er von ihrer geheimen Vergangenheit erfährt, wird ihre Beziehung auf eine harte Probe gestellt. In einem radikalen Schritt entscheidet sich Nora, ihr altes Leben hinter sich zu lassen.

Als Torvald die Wahrheit erfährt, erkennt er in seiner Frau nicht die kämpferische Partnerin, sondern sieht einzig seine Karriere und männliche Ehre gefährdet. Wutentbrannt wendet er sich von der „Verbrecherin“ ab. Das Blatt scheint sich noch zu wenden, als Krogstad Nora das Beweismittel, den Schuldschein, unverhofft aushändigt. Als Torvald deshalb im Handumdrehen wieder zur Tagesordnung der Familienidylle zurückkehren will, trifft Nora eine radikale Entscheidung, denn die Verstellung in ihrer Ehe kann sie nicht mehr leben. Sie verlässt nicht nur ihren Mann, sondern auch ihre Kinder.

Ibsen bearbeitet mit der sogenannten „Frauenfrage“ ein brennendes gesellschaftliches Thema im Norwegen des 19. Jahrhunderts und bis heute wird der Ausbruch Noras aus der Puppenhauswelt ihrer Ehe – „Dies ist eine Abrechnung, Torvald!“ – als feministische Proklamation dargestellt. Das Stück erzählt auch von der Befreiung des Individuums gegenüber gesellschaftlichen Zuschreibungen, von Lebenslügen, Schuld und Abhängigkeiten in Beziehungen sowie von der ethischen Verantwortung jedes Einzelnen.

Der prominente russische Theatermacher Timofej Kuljabin präsentiert sich erstmals dem Zürcher Publikum mit einer Neuinszenierung von Ibsens „Nora“ in der Box und verzichtet dabei auf das gesprochene Wort: mittels Handy, Tablet und Computer nähert er Ibsens Figuren an unsere alltäglichen Kommunikationsformen an und lässt sie fast ausschließlich digital kommunizieren.

Timofej Kuljabin, geboren 1984 in Ischewsk, Sowjetunion, wählt für seinen Regiezugriff häufig Texte aus dem klassischen Repertoire, um auf diese einen neuen Blick zu eröffnen. Bekannt wurde er u.a. mit der Inszenierung von Tschechows „Drei Schwestern“, welche er konsequent in russischer Gebärdensprache spielen ließ. Im März werden seine „Drei Schwestern“ als Gastspiel am Schauspielhaus Zürich zu sehen sein.

Regie Timofej Kuljabin
Bühne und Kostüme Oleg Golovko
Licht Frank Bittermann
Dramaturgie Roman Dolzhanskiy

Mitwirkende

Oleg Golovko(Kostümbild)
Oleg Golovko(Bühnenbild)
Frank Bittermann(Lichtdesign)
Roman Dolzhanskiy(Dramaturgie)
Fritz Fenne(Schauspieler/in)
Lisa-Katrina Mayer(Schauspieler/in)
Isabelle Menke(Schauspieler/in)
Christian Baumbach(Schauspieler/in)
Illona Kannewurf(Schauspieler/in)
Giorgina Hämmerli(Schauspieler/in)
Anja Rüegg(Schauspieler/in)
Nico-Alexander Wilhelm(Schauspieler/in)
Philipp Lüscher(Schauspieler/in)
Jessica Elsasser(Schauspieler/in)
Noah Zihlmann(Schauspieler/in)
Luka Kunovic(Schauspieler/in)
Mia Brunet(Schauspieler/in)
Lino Lang(Schauspieler/in)
Kassandra Blum(Schauspieler/in)
Julia Taylor(Schauspieler/in)
Walter Schuchter(Schauspieler/in)

Spielzeiten

Freitag, 16. November 2018 (Premiere / Uraufführung)
Montag, 19. November 2018
Mittwoch, 21. November 2018
Donnerstag, 22. November 2018
Samstag, 24. November 2018
Dienstag, 27. November 2018
Mittwoch, 28. November 2018
Samstag, 01. Dezember 2018
Mittwoch, 05. Dezember 2018
Dienstag, 11. Dezember 2018
Mittwoch, 12. Dezember 2018
Samstag, 15. Dezember 2018
Montag, 17. Dezember 2018
Mittwoch, 19. Dezember 2018
Donnerstag, 27. Dezember 2018
Donnerstag, 03. Januar 2019

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