Aber keine Sorge, die Welt ist auch bei Felicia Zeller groß und Rettung lauert überall: z. B. in der Mogelei oder in Rostland, in Würgistan oder der Ukulele. Von dort kommen all die Au-pairs, die gegen (vollwertig gekochte, magere) Kost und Logis gerne restlos verzogene Kinder hüten und deren Eltern manch andere Last von den bereits schwer gebeugten Schultern nehmen. Aber auch diese jungen Menschen haben Sehnsüchte und Pläne und begehren gegen die zum Teil haarsträubenden Bedingungen ihrer jahrelangen Bügelkeller-Kinderzimmer-Haft auf. Keimzelle des Widerstandes gegen die Knechtschaft der Aushilfserzieher*innen ist der Kurs „Knautsch für Ausländer“ oder alternativ ein lokaler Burgerladen. Houston, wir haben ein Problem (mehr) ...
Inszeniert wird Zellers grotesk-komische Symphonie der Überforderung von Suna Gürler. Sie begann ihre Theaterkarriere bei Regisseur Sebastian Nübling am Jungen Theater Basel, wo sie seit vielen Jahren spielt und inszeniert. Derzeit beweist sie auch am Berliner Maxim Gorki Theater als Schauspielerin und Regisseurin regelmäßig ihre theatrale Energie. Mit „Gespräche mit Astronauten“ setzt das Schauspielhaus Graz seine Kooperation mit der Kunstuniversität Graz fort.


