Bei dem ungestümen Jüngling Parsifal könnte es sich um diesen Retter handeln; doch bevor seine heilige Mission in der Erlösungstat, dem Karfreitagszauber, gipfelt, steht ihm ein weiter Weg mit zahlreichen Prüfungen bevor.
Die Furcht vor einer die Menschheit bedrohenden Katastrophe und der Wunsch nach Erlösung sind den meisten von Werken Wagners eigen und gipfeln in seinem Bühnenweihfestspiel »Parsifal«, das dichterisch frei die Motive zahlreicher Sagen, Mythologien und Gedankenwelten zu einem einzigartigen eigenen Werk akkumuliert.
Die Neuproduktion beschert ein Wiedersehen und -hören mit dem Weltstar Matti Salminen, dessen große Laufbahn vor 40 Jahren an der Oper Köln ihren Anfang nahm und der nun als Gurnemanz zurückkehrt. Zum Sängerensemble gehört auch Boaz Daniel, der fast zehn Jahre Ensemblemitglied der Wiener Staatsoper war und dort in der »Götterdämmerung« unter Welser-Möst einen vielbeachteten Gunter gab.
Am Pult des Gürzenich-Orchesters steht GMD Markus Stenz. Für die Regie von Wagners letztem Opernepos konnte Carlus Padrissa (La Fura dels Baus) mit seinem Team gewonnen werden, die 2011 die Uraufführung von Karlheinz Stockhausens »Sonntag« aus »Licht« an der Oper Köln in Szene setzten.

