Doch als er sich weigert, die Konsequenzen seiner Worte zu tragen, wird klar: Die Unverbindlichkeit, die er sich wünscht, ist unmöglich.
Mit einem Ensemble von drei Schauspieler*innen und einem Musiker wird das Textmaterial der Vorlage leichtfüßig durchquert und neu collagiert - auf der Suche nach dem, was sich mit Tschechow heute erzählen lässt. Sein Stück wird dabei zum Ausgangspunkt für eine Reflexion über Einsamkeit in Zeiten des Umbruchs und die Verantwortung zum Querdenken.
Ist Platonow ein frustrierter Intellektueller, der sich Zerstreuung suchend in uninspirierte Liebesgeschichten stürzt? Jemand, der es vermag, sich gesellschaftlichen Normen und dem Zwang zur Vereindeutigung zu entziehen, der lieber nur "mit dem Bleistift unterschreiben" will? Oder ist auch er letztlich hinter seinen Potentialen geblieben, unfähig, für sich und andere Verantwortung zu übernehmen? Wer spielt mit wem und wer scheitert an wessen Erwartungen?
Eine Kooperation mit der Akademie für Darstellende Kunst Baden-Württemberg
aus dem Russischen von Ulrike Zemme
Inszenierung und Bühne Klemens Hegen
Kostüme Josefin Kwon
Musik Hannes Buder*
Lichtdesign und Bühne Friedrich Schmidt
Licht Rainer Eisenbraun
Dramaturgie Lilly Busch
Dramaturgische Beratung Bastian Boẞ

