Ziel der Simulation ist, komplexe zukünftige Entwicklungen, seien sie gesellschaftlicher, ökonomischer oder politischer Natur, vorauszusagen. Nach dem mysteriösen Tod von Professor Vollmer übernimmt Fred Stiller dessen Amt als Technischer Direktor und damit die Fortführung der Forschung. Doch Stiller droht Opfer einer Verschwörung zu werden – Mitarbeiter verschwinden, er selbst entgeht nur knapp einem Anschlag. Was geht am Institut wirklich vor? Warum beginnen die Identitätseinheiten plötzlich in der Simulation zu verzweifeln, ja sogar den Weg aus ihrer Welt zu suchen? Und welche Rolle spielt die undurchsichtige Eva Vollmer, Tochter des Simulacron-Erfinders, zu der sich Stiller schicksalhaft hingezogen fühlt?
Rainer Werner Fassbinders 1973 fürs Fernsehen gedrehter Science-Fiction-Thriller basiert auf dem Roman »Simulacron-3« von Daniel F. Galouye und lässt sich als kongenialer Vorläufer solcher Filme wie »Matrix« oder »The Truman Show« interpretieren. Hausregisseur David Ortmann bringt diese existentielle Suche nach der eigenen Identität auf die Bühne und wendet sich mit folgenden Fragen unserer Gegenwart gewordenen Zukunft zu: Wie kann ich wissen, ob ich in einer Computersimulation lebe? Was soll ich tun in Zeiten von Big Data und totaler Überwachung? Was darf ich hoffen, wenn Maschinen uns in den meisten Aspekten unseres Lebens zu überflügeln drohen?
Schauspiel nach dem Drehbuch von Rainer Werner Fassbinder und Fritz Müller-Scherz | Nach dem Roman »Simulacron-3« von Daniel F. Galouye
Inszenierung David Ortmann
Bühne & Kostüme Sabine Schmidt
Dramaturgie Lutz Keßler

