The Permeable Stage findet in der Pause und im Anschluss an die Performances statt. In der Pause werden an verschiedenen Orten im Theater Kurzfilme von u.a. Valie Export, Barbara Hammer, Carolee Schneeman, Matthias Muller, MM Serra und Tony Woo gezeigt.
Im Anschluss lädt Mette Ingvartsen Theoretiker*innen, Künstler*innen und Musiker*innen ein, ihre Arbeit in einer Reihe von Late-Night-Vorträgen, Filmscreenings und einem Konzert im Roten Salon vorzustellen.
Die dänische Choreografin und Tänzerin Mette Ingvartsen gehört seit dieser Spielzeit zum künstlerischen Team der Volksbühne. In Fortführung ihrer 2014 begonnenen Serie Red Pieces über die Verbindung von Sexualität, Macht und Körperpolitik zeigt sie zwei neue Choreografien – ihre Solo Performance 21 pornographies und die deutsche Erstaufführung der Choreographie to come (extended).
Die dänische Choreografin und Tänzerin Mette Ingvartsen gehört zum künstlerischen Team der Volksbühne. In die erste Spielzeit startet sie mit zwei neuen Choreografien und einer performativen Konferenz: 21 pornographies, to come (extended) und The Permeable Stage. In ihnen kommt Ingvartsens Arbeit der vergangenen fünf Jahre zusammen: Die Verbindung von Sexualität, Macht und Körperpolitik. Durch die steigende Sichtbarkeit von Körpern in intimen Situationen verwischen die Grenzen zwischen Privatem und Öffentlichem.
21 pornographies - Solo Performance
21 pornographies beginnt mit der These, dass Pornographie heutzutage in viele gesellschaftliche Felder durchgesickert ist und überall und in allem zu finden ist. Mette Ingvartsen sammelt erotisches und affektives Material und trägt auf ihrem Körper aus, wie das Pornografische funktioniert: Zurschaustellung von Grausamkeit, klinische Präzision, Gewalt und Schmerz, teils Gelächter, aber auch Aufregung und Erregung. Durch körperliche Aktion und erzählerische Beschreibung entsteht eine spekulative Choreografie.
to come (extended) - Choreografie, Performance
to come (extended) bringt die erotische Ordnung der Dinge heftig durcheinander. 15 Performer*innen befragen in einem orgienhaften Setting die Vorstellung von individueller sexueller Freiheit. Ihre Körper verschmelzen zu einem Kollektiv. Extrem verlangsamte exzessive Erregungszustände, die im nächsten Augenblick energisch beschleunigen. Die Freude an abstrakten Formen und Farben trifft auf ein rhythmisches Pulsieren, das von den sinnlich-wollüstigen Figurengruppen ausgeht.
Mette Ingvartsen lädt zu dieser Konferenz Theoretiker*innen, Künstler*innen und Musiker*innen ein, ihre Arbeit in einer Reihe von Late-Night-Vorträgen, Filmscreenings und einem Konzert vorzustellen. Die Themen der Präsentationen beziehen sich auf 21 pornographies und to come (extended). Vorträge kommen von Petra Van Brabandt, Melanie Richter-Montpetit, Austin Gross und Marie-Luise Angerer. Das dazugehörige Filmprogramm vereint 21 Künstler*innen in vier Programmen und beinhaltet Arbeiten von Barbara Hammer, Carolee Schneemann, Valie Export und anderen. Den Programmabschluss gibt das deutsche Elektro-Duo Die Vögel.
Programm The Permeable Stage
- Petra Van Brabandt: Wet Aesthetics: To Heat By Melting
- Melanie Richter-Montpetit: Beyond the Erotics of Orientalism: Sexualized Torture, Anti-Blackness and the Persistence of White Terror
- Austin Gross: The Dream of Disciplinary Power
- Marie-Luise Angerer: The Sexual Drift: Desire and Anxiety
- 21 Pornographies on Film
1
- Barbara Hammer, Dyketactis, 1974, 16mm, col, sound, 4’
- Peggy Ahwesh, The color of Love, 1994, 16mm, col, sound, 10’
- Paolo Gioli, Tessitura Calda, 2013, 16mm, b&w, silent, 7’
- Kerstin Cmelka, Mit Mir, 2000, 16mm, col, silent, 3’
- Carolee Schneeman, Fuses, 1964, 16mm, col, silent, 25’
- Running time: 49’
2
- Matthias Muller, Sleepy Heaven, 1993, 16mm, col, sound, 15’
- Jerry Tartaglia, Ecce Homo, 1989, 16mm, col, sound, 7’
- Natalie Harran, Sexe – Thym, 1992-93, 16mm, col, silent, 1’
- Mara Mattuschka, Es hat mich sehr gefreut, 1987, 16mm, b&w, sound, 2’
- Tony Wu, Making Maps, 1999-2001, 16mm, col, sound, 19’
- Karel Quinstrebert, 25 centimètres, 1997, 16mm, b&w, silent, 3’
- Running time: 47’
3
- Naomi Uman, REMOVED, 1999, 16mm, col, sound, 7'
- Kurt Kren, Leda und dem Schwan, 1964, 16mm, col, sound, 3’
- Anita Thacher, Permanent Wave, 1966, 16mm, col, sound, 3’
- Dietmar Brehm, Party!, 1995, 16mm, b&w, sound, 18'
- Maurice Lemaitre, Des Scènes d’amour très réalistes, avec force détails et gros plans, 1978, 16mm, col, sound, 18’
- Running time: 49’
4
- Valie Export, Mann & Frau & Animal, 1970-73, 16mm, col, sound, 10’
- Paul Sharits, Peace Mandala/End War, 1966, 16mm, b&w/col, silent, 5’
- Takahiko Iimura, Ai (Love), 1962-63, 16mm, b&w, sound, 10’
- Anja Czioska, Prinzessin Marina, 1996, 16mm, col, sound, 3’
- MM Serra, L’amour Fou, 1992, 16mm, col, sound, 20’
- Running time: 48’
kuratiert von Giulio Bursi und Mette Ingvartsen


