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Saul

Uraufführung/Premiere am 27. Mai 2023
Mit dem dramatischen Oratorium Saul, das Georg Friedrich Händel trotz einer tiefen psychischen und finanziellen Krise in wenigen Wochen zu Papier brachte, wird die Tragödie eines in sich zerrissenen Herrschers erzählt. Regisseur Axel Ranisch thematisiert die Konflikte innerhalb einer Familie, die durch das unerwartete Auftreten eines jungen Außenseiters erschüttert werden.
© Jan Windszus

Nachdem der Hirte David den Heerführer der feindlichen Philister, Goliath, mit einem Steinwurf niedergestreckt hat, zieht er als siegreicher Held in den israelitischen Hof ein. Der Jubel des Volks ist groß – zu groß für den Geschmack des zunächst ebenfalls begeisterten König Saul. Hin- und hergerissen zwischen Eifersucht und bodenloser Schwermut, die einzig Davids Harfenspiel lindern kann, setzt er dennoch bald alles daran, David aus dem Weg zu schaffen. Sauls Sohn Jonathan aber hält zu David, ebenso Tochter Michal. Als sich zuletzt auch Sauls zweite Tochter, Merab, zu David bekennt, beschließt der König Davids Tod. Die Prophezeiung aber sagt: Sauls Stern wird sinken, aufsteigen aber der des Hauses David.

Von strahlenden Triumphchören über das prophetische Wispern der gespenstischen Hexe von Endor bis zum würdevollen Trauermarsch – Händel bietet alles auf, um der dramatischen Geschichte des in sich zerrissenen Herrschers Saul musikalisch gerecht zu werden. Regisseur Axel Ranisch beschreibt im alttestamentlichen Stoff die Tragödie einer Familie, in der das unerwartete Auftreten eines jungen Außenseiters jede:n Grundfesten erschüttert. Die Stimme des Herren jedoch ist Fluch und Segen zugleich. [Bertolt Brecht]

Übrigens: Der Trauermarsch für König Saul wird bis heute bei zahlreichen Staatsbegräbnissen gespielt. Würdig und erlösend zugleich.

Libretto von Charles Jennens, Englisch

Mitwirkende

David Bates(Musikalische Leitung)
Falko Herold(Bühnenbild)
Alfred Mayerhofer(Kostümbild)
Johanna Wall(Dramaturgie)
David Cavelius(Ensemble)
Michael Bauer(Lichtdesign)
Luca Tittoto(Schauspieler/in)
Aryeh Nussbaum Cohen(Schauspieler/in)
Rupert Charlesworth(Schauspieler/in)
Nadja Mchantaf(Schauspieler/in)
Penny Sofroniadou(Schauspieler/in)
Tansel Akzeybek(Schauspieler/in)
Ivan Turšić(Schauspieler/in)
Stephen Bronk(Schauspieler/in)
Ferhat Baday(Schauspieler/in)
Ferdinand Keller(Schauspieler/in)

Spielzeiten

Samstag, 27. Mai 2023 (Premiere / Uraufführung)

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