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Österreich, wir müssen reden …

in Opernhaus Graz
Uraufführung/Premiere am 08. Dezember 2023
Eine Show mit Gästen, in der Teams aus unterschiedlichsten Menschen gegeneinander spielen. Ein Ordnungswächter und der Bürgermeister treffen auf eine Bachmannpreisträgerin und eine Brezelverkäuferin. Im Vorfeld wird recherchiert, um die Themen des Abends zu gestalten.
© Florian Köhler, Lupi Spuma

Und ein Assistent. Eventuell Cousin Gernot, der schuldet mir eh noch einen Gefallen.

Mein Handy läutet, unbekannte Nummer. Der Mann von der türkischen Teppichreinigung. Die Reinigung kostet 250 Euro, die Reparatur des Teppichs 900 Euro. Muss ich mir noch überlegen. Nicht vergessen, den Parkzettel nachzulegen! Der Ordnungswächter und der Bürgermeister gewinnen einen Kranz Knackwürste, weil sie die schönere Mauer gebaut haben. Die Bachmannpreisträgerin und die Brezelverkäuferin lösen die Frage, ob eine Kammernpflichtmitgliedschaft gut oder schlecht ist, und können endlich wieder ruhig schlafen.

Ich schlafe schlecht, auch mit Melatonin. Was soll ich heute essen? Wenn ich hungrig bin, kann ich nicht denken. Wir müssen Gulasch anbieten und Alkohol, dann reden die Leute mehr. Verraten sich und das Land. Bedingungslose Gastfreundlichkeit in alle Richtungen. Trinkspiele. Jetzt kommen langsam die Bilder zur Show. Das Land ist ein mottenzerfressener Teppich, den es zu reinigen gilt. Wichtig ist, dass wir den Teppich knüpfen, die Themen vorgeben. Die Narration des Landes erfinden. Die, die knüpfen, haben das Sagen, nicht die, die zerfressen. Auf dem Teppich stehe ich. Aufgebrezelt. Show, Show, Show. Da singt eine die EU, da tanzt einer den Kanzler, da streicheln sich die Burschen einer Verbindung zärtlich zum dramaturgischen Höhepunkt und das Gulasch brennt an. Gute Nacht, Österreich, wir müssen reden.

Zum Regisseur Helmut Köpping. TiB-Mitglied seit 1989. Stücke: u. a. „LKH, Arland Mysteries“, „Nicht einmal Hundescheiße“, „Zwischen Knochen und Raketen“, „Frau Merkel geht in Therapie“, „Death of a Cardholder“, „Der große Kehraus“. Co-Regie beim Spielfilm „Hotel Rock'n'Roll“ mit Michael Ostrowski (Premiere im Sommer 2016). Filmregie: „Kotsch und The Making of Futbol“; Schauspieler in den Filmen „Nacktschnecken“, „Vaterspiel“, „Contact High”.

In der Spielzeit 17.18 war das Vorstadttheater Graz mit „Die Verwandlung“ nach Franz Kafka in der Inszenierung von Helmut Köpping zu Gast im Schauspielhaus Graz. 16.17 inszenierte Helmut Köpping die Uraufführung von „Geidorf's Eleven“ eine Schuldenperformance in Kooperation mit dem Theater im Bahnhof. 16.17 inszenierte Helmut Köpping zusammen mit Ed Hauswirth „Lumpazigeist Höllenangst Umsonst“ in Koproduktion mit dem Theater im Bahnhof sowie 12.13 „Lehrerzimmer 8020“, ebenfalls in Koproduktion mit dem Theater im Bahnhof. 10.11 inszenierte Helmut Köpping „Die Kaufleute von Graz“ in Koproduktion mit dem Theater im Bahnhof.

Koproduktion mit dem Theater im Bahnhof.

Redaktion und Konzept Mitarbeiter*innen des Theater im Bahnhof und des Schauspielhaus Graz. Regie Helmut Köpping. Bühne und Kostüme Heike Barnard und Johanna Hierzegger. Dramaturgie Martin Baasch.

Mitwirkende

Pia Hierzegger(Schauspieler/in)
Florian Köhler(Schauspieler/in)
Sigi Maurer(Schauspieler/in)
Elke Kahr(Schauspieler/in)
Martin Auer(Schauspieler/in)
Benno Hiti(Musiker/in)
Sebastian Hiti(Musiker/in)
Heike Barnard(Kostümbild)
Johanna Hierzegger(Bühnenbild)
Martin Baasch(Dramaturgie)

Spielzeiten

Freitag, 08. Dezember 2023 (Premiere / Uraufführung)

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