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Iwanow

Uraufführung/Premiere am 18. Januar 2020
Iwanow kennt sich selbst nicht mehr. Nach einem engagierten Studium ist seine Energie verpufft, und er weiß nicht, warum und wohin. Inmitten von Schulden und der Krankheit seiner Frau Anna sieht er keinen Ausweg aus seiner existenziellen Krise.

Um sich abzulenken, besucht er seinen alten Freund und Gläubiger Lebedew. Dessen Tochter Sascha ist jung, leidenschaftlich, freidenkend. Sie ist davon überzeugt, dass ihre Liebe zu Iwanow ihn wieder aufrichten wird. Raus aus der Enge!

Ein Jahr nach Annas Tod soll die Hochzeit stattfinden. Doch Gerüchte machen die Runde. Man glaubt, Iwanow habe seine Frau durch sein rücksichtsloses Verhalten ins Grab gebracht und heirate die reiche Sascha nur, um sein verschuldetes Gut wieder hochzubringen. Iwanow selber findet sich unerträglich, lachhaft. Er will alle Pläne abblasen. Doch als auch dieser Versuch scheitert, bleibt ihm nur noch eine letzte Möglichkeit, um nicht auch noch das Leben Saschas zu zerstören…

Das Leben in seiner ganzen Absurdität

Iwanow ist das erste Stück des weltberühmten Dramatikers Anton Tschechow (1860 – 1904). Es fasziniert mit dem großen Thema, das auch alle seine späteren Werke bestimmt: das Leben der Menschen in seiner ganzen Absurdität, seiner Lächerlichkeit, Traurigkeit und Unwiderstehlichkeit. Der Mann Iwanow wird zum Symbol einer bis heute nachvollziehbaren Unlust, sein Leben in die Hand zu nehmen. Dass er dabei auf sein Umfeld gleichzeitig anziehend, ja erotisierend wirkt, macht Iwanow zu einer der spannendsten Figuren der klassischen Dramenliteratur.

Menschen wie Iwanow lösen keine Fragen, sie brechen unter der Last zusammen

Tschechow selbst überarbeitete sein Stück mehrmals. Schließlich resümierte er über seinen Titel-Antihelden: „Iwanow ist erschöpft, er begreift sich selbst nicht, aber das Leben geht das nichts an. Es stellt ihm seine gesetzmäßigen Forderungen, und ob er will oder nicht, er muss die Fragen lösen.“ Allerdings: „Menschen wie Iwanow lösen keine Fragen, sie brechen unter der Last zusammen.“

Intendant Johan Simons inszeniert dieses große Schauspiel aus Tragödie und Komödie mit Jens Harzer in der Titelrolle. Harzer ist am Schauspielhaus Bochum auch weiterhin als Achilles in Penthesilea zu erleben (Regie: Johan Simons). Er wurde vielfach ausgezeichnet, zweimal als Schauspieler des Jahres, und ist seit 2019 in Nachfolge von Bruno Ganz Träger des renommierten Iffland-Rings.

Regie: Johan Simons
Neuübersetzung: Angela Schanelec
Interlinearübersetzung: Elena Sinanina
Bühne: Johannes Schütz
Kostüme: Sofia Brockhausen
Musik: Benjamin van Dijk
Lichtdesign: Bernd Felder
Dramaturgie: Angela Obst

Mitwirkende

Elena Sinanina(Autor/in)
Jens Harzer(Schauspieler/in)
Jele Brückner(Schauspieler/in)
Martin Horn(Schauspieler/in)
Bernd Rademacher(Schauspieler/in)
Veronika Nickl(Schauspieler/in)
Gina Haller(Schauspieler/in)
Marius Huth(Schauspieler/in)
Marina Frenk(Schauspieler/in)
Thomas Dannemann(Schauspieler/in)
Konstantin Bühler(Schauspieler/in)
Romy Vreden(Schauspieler/in)
Benjamin van Dijk(Komponist/in)
Sofia Brockhausen(Kostümbild)
Johannes Schütz(Bühnenbild)
Bernd Felder(Lichtdesign)
Angela Obst(Dramaturgie)

Spielzeiten

Samstag, 18. Januar 2020 (Premiere / Uraufführung)
Mittwoch, 22. Januar 2020
Sonntag, 26. Januar 2020
Montag, 27. Januar 2020
Sonntag, 09. Februar 2020
Mittwoch, 12. Februar 2020
Samstag, 15. Februar 2020
Samstag, 22. Februar 2020
Sonntag, 23. Februar 2020

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