„Schwanensee“ und „Don Quixote“ sind der Inbegriff von klassischem Handlungsballett mit aufwendigen Kostümen und mitreißender Musik. „Schwanensee“, mit über 20 Jahren Laufzeit die am längsten gespielte Produktion beim Staatsballett, steht neben dem jüngsten Klassiker, „Don Quixote“, der spanisches Flair verströmt. Als neoklassisches Schlüsselwerk von Nacho Duato präsentiert sich "Romeo und Julia" in der Staatsoper Unter den Linden. Es ist eines seiner ersten Handlungsballette und zeigt bis heute deutlich seinen choreographischen Stil, der sich auszeichnet durch hohe Musikalität, aus der sich der Tanz wie von selbst ergibt und eine erdverbundene, natürliche Bewegungssprache.
Zeitgenössische Arbeiten finden sich bei den Ballettabenden "Doda | Goecke | Duato", der im Mai 2018 Premiere feierte, sowie dem gesellschaftspolitischen Stück "Herrumbre". Da es Duato in seiner choreographischen Arbeit ein Anliegen ist, gesellschaftspolitische Themen in Tanz zu übersetzen, stellt „Herrumbre“, das sich mit Folter und Gewalt beschäftigt, ein zentrales Werk im Repertoire des Choreographen dar. Der Ballettabend „Maillot | Millepied" wird durch eine Vorstellung von „Schwanensee" ersetzt.
Begleitend zur Ballettwoche erscheint eine reich bebilderte Broschüre, die die Intendanz Duatos zusammenfasst und zu allen Vorstellungen des Staatsballetts verkauft wird. Bühnenfotos von sämtlichen Produktionen machen deutlich, wie divers der Spielplan der letzten Jahre gewesen ist, und unterstreichen Duatos Haltung: „Ich möchte mich nicht mit den Moden oder dem, was im Moment angesagt ist, gemein machen und mich in meiner Kunst von den Erwartungshaltungen der Menschen fernhalten.“
Über die Social-Media-Kanäle des Staatsballetts werden unter dem Hashtag #Ballettwoche2018 besondere Einblicke in das Backstage-Geschehen gegeben, wie etwa ein Livestream während des morgendlichen Trainings oder verschiedene Take-Overs, bei denen einzelne Tänzer aus ihrer Perspektive vom Bühnengeschehen berichten.


