Ein Mann hat 164 Menschen getötet. Er wird des Mordes angeklagt und steht nun vor Gericht. Doch das ist nicht die ganze Wahrheit: Lars Koch, Familienvater und Major der Luftwaffe, schoss ein Passagierflugzeug ab, das von Terroristen entführt wurde.
Lars Koch trifft eine Entscheidung und schießt. An seiner Täterschaft besteht kein Zweifel, doch eine Frage bleibt zu klären: Ist er für diese Tat schuldig zu sprechen?
In dem als Gerichtsprozess angelegten Schauspiel von 2014 entwirft der Bestsellerautor und Strafverteidiger Ferdinand von Schirach mit scharf geschliffenen Worten nicht nur ein erschreckend reales Szenario, sondern fordert das Publikum gleichzeitig dazu auf, selbst als Schöffen ein Urteil zu fällen und über den Ausgang des Prozesses zu entscheiden. Der doppelten Uraufführung in Berlin und Frankfurt im Oktober 2015 folgte eine beispiellose Serie weiterer Inszenierungen auf zahlreichen Bühnen.