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Idomeneo

Uraufführung/Premiere am 16. November 2018
In höchste Seenot geraten, legt Idomeneo, König von Kreta, vor Poseidon einen grausamen Schwur ab. Der erste Sterbliche, der ihm auf sicherem Boden unter die Augen tritt, soll dem Meeresgott geopfert werden. Doch als dieser todgeweihte Erste Idomeneo begegnet, ist es sein eigener Sohn Idamante.
© Ludwig Olah

Mozarts Vertonung der antiken tragischen Episode des kretischen Königs und Troja-Heimkehrers Idomeneus eröffnete die Karnevals- respektive Opernsaison. Die enorme seelische und emotionale Bandbreite der tragischen Protagonisten vermochte der gerade 25 Jahre alt gewordene Komponist musikalisch zu spiegeln in lyrischen wie in melancholischen Stimmungen, eruptiven Koloraturen, in groß angelegten Chören und einem dramatisch ausmalenden Orchestersatz.

Peter Konwitschny gehört zu den national und international renommiertesten Musiktheaterregisseuren. Nun setzt der renommierte Regisseur die Mozart-Oper „Idomeneo“ szenisch um. Seit 1980 inszeniert er neben Opern aber auch Stücke u. a. von Bertolt Brecht, Heiner Müller und Gerhart Hauptmann. Er ist Träger des Bundesverdienstkreuzes am Bande, ebenso Mitglied der Akademie der Künste zu Berlin, der Freien Akademie der Künste zu Leipzig sowie Honorarprofessor an der Hochschule für Musik „Hanns Eisler“ Berlin. Für das Wintersemester 2017|18 erhielt er die Bertolt Brecht Gastprofessur der Stadt Leipzig. Der Regisseur wurde mehrfach mit wichtigen Preisen ausgezeichnet; darunter mit dem Kunstpreis der DDR, mit dem Konrad-Wolf-Preis der Berliner Akademie der Künste, als erster Opernregisseur mit dem Berliner Theaterpreis, mit dem internationalen Theaterpreis des International Theatre Institute sowie mit dem renommierten Theaterpreis der FAUST. Laut der Kritikerumfrage der renommierten Fachzeitschrift „Opernwelt“ 2018 wurde Peter Konwitschny ‚Regisseur des Jahres‘ gekürt. Die Regie von Mozarts „Idomeneo“ nach dieser großartigen Würdigung ist seine erste Arbeit wieder in Heidelberg. Bereits 2014|15 präsentierte er hier die Uraufführungen von Johannes Harneits „Abends am Fluss“ und „Hochwasser“.

Nach seinem Regiestudium an der Hochschule für Musik „Hanns Eisler“ Berlin und mehreren Spielzeiten als Regieassistent am Berliner Ensemble, Intendanz Ruth Berghaus, war Peter Konwitschny von 1986 bis 1990 als Regisseur am Landestheater Halle engagiert. Seit 1980 inszeniert er freischaffend an vielen deutschen Bühnen und im Ausland, u. a. in Basel, Paris, Wien, Barcelona, Kopenhagen, Amsterdam, Bratislava, Lissabon, Moskau oder Tokyo. Eine lange Zusammenarbeit verband den Regisseur mit dem Opernhaus Graz. Ab 1998 arbeitete Konwitschny konzentriert an der Hamburgischen Staatsoper. 2008 bis Ende 2011 war er Chefregisseur der Oper Leipzig.

Sein konzeptioneller und struktureller Neuansatz bei der szenischen Interpretation von Opern Georg Friedrich Händels in den 1980er Jahren erlangte theatergeschichtliche Bedeutung, und seine Interpretationen von „Parsifal“, „Tristan und Isolde“ an der Bayerischen Staatsoper, „Tannhäuser“ an der Semperoper Dresden, „Lohengrin“, „Die Meistersinger von Nürnberg“ an der Hamburgischen Staatsoper sowie „Der fliegende Holländer“ am Bolschoi-Theater Moskau eröffneten eine neue Phase der Auseinandersetzung mit dem Werk Richard Wagners. Er beschäftigte sich intensiv mit den großen Komponisten des 20. Jahrhunderts wie Berg, Weill, Schönberg und Nono. Er inszenierte zahlreiche Uraufführungen. Wichtige Inszenierungen waren u. a. auch „Wozzeck“ (Berg) in Hamburg 1998, „Die Csárdásfürstin“ (Kálmán) an der Semperoper Dresden 1999, „Intolleranza“ (Nono) an der Deutschen Oper Berlin 2001, „Don Giovanni“ an der Komischen Oper Berlin 2003 und „Al gran sole carico d’amore“ (Nono) in Hannover 2004.

Bereits am 10. November geben bei der Einführungsmatinee die Dramaturgin der Inszenierung Juliane Votteler sowie Mitglieder des Regieteams Einblicke in das Werk und die Inszenierung. Im Rahmen der Matinee wird den Zuschauer*innen ein Blick in eine Bühnenorchesterprobe gewährt. Der Eintritt zu dieser Veranstaltung ist frei!

Die Oper wird ab 16 Jahren empfohlen. Weitere Informationen sowie Tickets: www.theaterheidelberg.de; 06221|5820 000; Theaterkasse, Theaterstr. 10. Der Kartenvorverkauf läuft!

Mitwirkende

Winfrid Mikus(Sänger/in)
Namwon Huh(Sänger/in)
Hye-Sung Na(Sänger/in)
Yasmin Özkan(Sänger/in)
Carly Owen(Sänger/in)
Nenad Čiča(Sänger/in)
Mi Rae Choi(Sänger/in)
Claudia Schumacher(Sänger/in)
Jana Krauße(Sänger/in)
Sang-Hoon Lee(Sänger/in)
Seung Kwon Yang(Sänger/in)
Woo Kyung Shin(Sänger/in)
Philipp Stelz(Sänger/in)
Juliane Votteler(Dramaturgie)
Ulrike Schuman(Dramaturgie)
Ines Kaun(Choreografie)
Dietger Holm(Musikalische Leitung)
Julian Pontus Schirmer(Musikalische Leitung)
Okarina Peter(Kostümbild)
Timo Dentler(Bühnenbild)

Spielzeiten

Freitag, 16. November 2018 (Premiere / Uraufführung)

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