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Die Zofen

Uraufführung/Premiere am 25. Januar 2020
Ein tödliches Spiel um Macht, Demütigung und Unterwerfung entfaltet sich zwischen den Schwestern Claire und Solange. In der Abwesenheit ihrer Herrin inszenieren sie die Machtstrukturen des Haushalts und reflektieren ihre eigene Abhängigkeit und den Hass aufeinander.

Doch hat das mit sadomasochistischer Lust an Gewalt und Unterwerfung vollzogene Spiel ein reales Ziel: Es ist die Probe für den wahrhaftigen Mord an der Gnädigen Frau. Deren Rückkehr erhöht nur den Einsatz im Tanz der unheilvollen Verstrickungen, aus denen es nur einen Ausweg geben kann – doch wer wird am Ende das Opfer sein?

1947 uraufgeführt und trotz Protesten und Ablehnung bis heute das meistgespielte Stück des Autors, oszilliert Die Zofen zwischen Tragödie und Komödie und seziert messerscharf die Strukturen menschlicher Machtverhältnisse. Das Leben offenbart sich hier als ein einziges sadomasochistisches Spiel, in dem es nur Unterdrücker*innen und Unterdrückte, Täter*innen und Opfer gibt – oder beides zugleich. Identität zeigt sich hier immer schon als Konstruktion: „Durch mich, nur durch mich existiert das Dienstmädchen. Durch mein Geschrei und durch meine Gesten. Eine Handbewegung von mir, und du würdest aufhören zu existieren.“

In Osnabrück spielen drei Schauspielerinnen das ebenso lustvolle wie abgründige Vexierspiel um (Geschlechter-)Rollen, Herrinnen und Zofen, bei dem der Schein den tödlichen Ernst erst enthüllt. Regie führt Felicitas Braun, deren so lustvoll-verspielte wie hochpolitische Inszenierung von Jelineks Am Königsweg das Publikum in der letzten Spielzeit begeisterte.

Deutsch von Gerhard Hock

Inszenierung Felicitas Braun

Bühne Timo von Kriegstein

Kostüme Aleksandra Kica

Dramaturgie Marie Senf

Das Bild zeigt Jean Genet

Mitwirkende

Katharina Kessler(Schauspieler/in)
Monika Vivell(Schauspieler/in)
Denise Matth(Schauspieler/in)
Gerhard Hock(Autor/in)
Timo von Kriegstein(Bühnenbild)
Aleksandra Kica(Kostümbild)
Marie Senf(Dramaturgie)

Spielzeiten

Samstag, 25. Januar 2020 (Premiere / Uraufführung)

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