Unter ihnen auch Franz, ein junger Deutscher, der aus einem Arbeitslager bei Rouen geflohen ist. Zufällig gelangte er an die Papiere eines toten Schriftstellers, dessen Identität er fortan annimmt. In der Hafenstadt verliebt er sich in Marie, die wiederum auf der Suche nach ihrem Mann, einem Schriftsteller namens Weidel, ist.
Es ist der Alptraum des Wartens: Seghers verwandelt hier ein realistisches Szenario in eine klaustrophobische Kafka-Welt und beschreibt mit kristallklarer Sprache den menschenunwürdigen Transitzustand, der aktuell für Millionen von Menschen bittere Realität ist.
Spielfassung von Julia Weinreich. Regie: Data Tavadze. Bühne: Kathrin Frosch. Kostüme: Julia Plickat. Musik: Nika Pasuri. Dramaturgie: Julia Weinreich.
Das Bild zeigt Anna Seghers.

