Im »Nabel« leben die Menschen wie in einem Vergnügungspark, während auf der anderen Seite der Mauer, im »Rand«, prekäre Verhältnisse herrschen. Immer wieder zieht es die Menschen aus dem »Rand« in den »Nabel«, um ihren Familien ein besseres Leben zu ermöglichen.
Der Vater von »Sie«, der Protagonistin dieses Stücks, hat einst seine Familie verlassen, um im »Nabel« zu arbeiten – und kam nicht zurück. Jahre später ist »Sie« erwachsen und tut es ihm nach. Ihre Muttersprache aus dem »Rand« spricht sie ohnehin schon lange nicht mehr. Im »Nabel« gibt es Arbeit, Achterbahnen, vielleicht eine Zukunft …
Sarah Kilters neues Stück »Mysteryland« spielt mit einer besonderen Allegorie auf eine harte Realität. In der Kritiker:innenumfrage der Fachzeitschrift »Theater heute« wurde die Autorin als Nachwuchsdramatikerin des Jahres nominiert. Ihr Stück »White Passing« wurde bei den Autor:innentheatertagen am Deutschen Theater Berlin gezeigt und war für den Mülheimer Dramatikpreis nominiert. Zuletzt wurde am Schauspiel Leipzig ihr Stück »Von Wunden und Wundern« uraufgeführt.