Ein weiterer Schauplatz: Der Erzengel Michael ist mit einem Gehilfen am Tag des Jüngsten Gerichts unterwegs, die Bewohner eines kleinen Dorfes zu richten. Doch die Menschen scheinen verschwunden – wo sind sie?
Eine dritte Plattform ergänzt diese Er-Schöpfungsszenarien: Fusseln, wie Wolfram Lotz sie selbst nennt, Fetzen der Erinnerungen, die an uns haften; kleine transparente Mosaiksteinchen, Bilder, die davon zeugen, wie wir leben und gelebt haben. Wenn alles zu Ende geht, lohnt es sich überhaupt noch anzufangen? Das „unmögliche Theater“ des Wolfram Lotz macht weiter. Die Absurdität des Banalen erzeugt den Kraftstoff, der uns immer weiter fragend, wie ewige Anfänger, durch das Leben stolpern lässt.
In ewigkeit ameisen ist die gemeinsame Uraufführung der beiden Hörspiele In ewigkeit ameisen und Das Ende von Iflingen aus dem Jahr 2009, die Wolfram Lotz für Jan Bosse 2019 zur Uraufführung am Theater freigegeben hat.


