Der Autor und Regisseur Flo Staffelmayr ist für seine außergewöhnlichen Ideen im Bereich Kinder- und Jugendtheater bekannt. In der Spielzeit 2016|17 war bereits sein Stück „Pietro Pizzi“ am Jungen Theater Heidelberg zu sehen. Es ist die Lebensgeschichte einer Pizza, die ihren eigenen Weg sucht, in einem autoritären System landet und den Mut hat, für die Freiheit zu kämpfen. 2012 gewann der Autor dafür den Preis „Jungwild“, einen Förderpreis für junges Theater.
In seinem Auftragswerk für das Junge Theater Heidelberg nimmt er nun das Thema Selbstoptimierung und Leistungsdruck bei Kindern und Jugendlichen zum Anlass. Er schrieb eine bildgewaltige Geschichte für die Heidelberger Zwingerbühne. Er kreierte einen echten Anime vor dem Hintergrund einer ausgeprägten Leistungsgesellschaft in Ländern wie Japan oder China, gar nicht so weit hergeholt. Aber nicht nur in den asiatischen Regionen nimmt der Leistungsdruck auf Kinder und Jugendliche immer mehr zu, wollen sie in der Gesellschaft einen Platz finden.
Es geht um das Mädchen Miyu, das es gerade ganz und gar nicht leicht hat. Ihr Bruder Feytanabe ärgert sie ständig, ihr Schwarm Leikyu nimmt sie nicht wahr und ihre Eltern fordern von ihr extrem gute schulische Leistungen – von Feytanabe aber nicht. Das ist ungerecht! Miyu weiß nicht, wie sie sich wehren soll. Mit ihrer besten Freundin Shao bewundert sie die starken Kriegerinnen in den Zeichentrickfilmen. Sie stellt sich vor, wie aufregend es wäre, selbst zur mächtigen Kriegerin zu werden und ihre Probleme mutig zu bekämpfen. Miyu taucht dabei immer tiefer in die Anime-Welt ab …


