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Wahlverwandtschaften

in Theater Bremen (Goetheplatz)
Uraufführung/Premiere am 24. Februar 2024
Charlotte und Edouard haben sich für ein gemeinsames Leben auf dem Land entschieden, zurückgezogen, umgeben von der Natur. Ihr Plan vom gemeinsamen Haus, Garten und gelebter Zweisamkeit wird jäh unterbrochen, als Edouards Bruder Otto und Tilly, die Ex-Stieftochter von Charlotte, bei ihnen Quartier nehmen.

Nach der erfolgreichen Zusammenarbeit an Anna Karenina schrieben die beiden Komponisten Thomas Kürstner und Sebastian Vogel erneut eine Musiktheaterkomposition auf ein Libretto von Armin Petras. Wahlverwandtschaften basiert vor allem auf dem ersten Teil von Goethes gleichnamigem Roman und überträgt den Stoff ins 21. Jahrhundert. Mit Stephan Kimmig realisiert einer der profiliertesten deutschen Schauspielregisseure diese spartenübergreifende Produktion. „Wahlverwandtschaften ist als spartenübergreifendes Musiktheater konzipiert worden, das sowohl für Opernliebhaber als auch für schauspielaffines Publikum sehr interessant sein kann“, bemerkt Isabelle Becker, die Dramaturgin der Produktion. Zudem verfolgt das Stück, wie auch der Zugang von Stephan Kimmig, universale Themen des menschlichen Miteinanders: die Fragilität von eingefahrenen und neuen Liebesbeziehungen auf der einen Seite und auf der anderen Seite die immerwährende Suche nach weiteren Optionen im Leben. So heißt es bei Charlotte: ich habe alles / vielleicht viel zu viel / vielleicht ist es das.

Armin Petras hat Goethes Roman Die Wahlverwandtschaften nicht behutsam überschrieben, sondern vielmehr eine komprimierte literarische Neubearbeitung des Klassikers vorgelegt. Geblieben sind die zentralen Figuren und deren emotionale Grundkonflikte. Kürstner/Vogel schrieben für Petras Libretto eine Komposition aus 17 Szenen, wobei die Struktur der Komposition prinzipiell offen ist, eine „Versuchsanordnung“, wie Kürstner/Vogel bemerken, bei der „das Bühnengeschehen Teil der Komposition“ sei. Die Partitur ist Material, das während des von den Komponisten begleiteten Probenprozesses noch verändert und bearbeitet wird. Die Musik verschreibt sich dabei der Situation, ist genreübergreifend; keine der Szenen gleicht musikalisch einer anderen. Die Musik bildet die inneren Zustände der Protagonist*innen ab, übersetzt Sehnsüchte, emotionale Gewissheiten und Ohnmacht.

Liebe bleibt ein Experiment – der Regisseur Stephan Kimmig wagt sich heran an die Schmerzpunkte der Figuren, kreiert gemeinsam mit den Spieler*innen spannende Übersetzungen und lotet die Grenzen zwischen Gesang, Sprache, Geräusch und Stille aus. Es ist seine erste Arbeit am Theater Bremen, gemeinsam mit seinem erfahrenen Team Katja Haß (Bühne) und Anja Rabes (Kostüm). Mit dabei ist auch die Videokünstlerin Rebecca Riedel, die bereits in Anna Karenina und Lady Macbeth von Mzensk mitwirkte.

Mitwirkende

Thomas Kürstner(Komponist/in)
Sebastian Vogel(Komponist/in)
Armin Petras(Autor/in)
Clemens Heil(Musikalische Leitung)
Isabelle Becker(Dramaturgie)
Ingo Gerlach(Dramaturgie)
Katja Haß(Bühnenbild)
Anja Rabes(Kostümbild)
Rebecca Riedel(Videodesign)
Annemaaike Bakker(Schauspieler/in)
Markus John(Schauspieler/in)
Nadine Lehner(Sänger/in)
Hanna Plaß(Schauspieler/in)
Robin Sondermann(Schauspieler/in)
Patrick Zielke(Sänger/in)

Spielzeiten

Samstag, 24. Februar 2024 (Premiere / Uraufführung)

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