Konstantin, der Patriarch der Familie und Held der Roten Armee, hat seine einstige Schönheit verloren und terrorisiert Tochter und Enkelin. Imran, ein kurdischer Blumenverkäufer, landet nach einem Übergriff von Neonazis bei Wera im Krankenhaus. John aus Amerika bewacht nostalgischen Sowjetmüll in einem Second Hand Shop und sucht nachts nach Nadeshda. Die Leben der ProtagonistInnen sind wie Zöpfe miteinander verknotet, in denen die Vergangenheit weiterlebt.
Die Inszenierung stammt von der jungen Regisseurin Babett Grube, die zum ersten Mal am Maxim Gorki Theater arbeitet.
Marianna Salzmann, 1985 in Wolgograd geboren, wuchs in Russland und Deutschland auf. Ihr Stück "Muttermale Fenster blau" wurde 2012 mit dem Kleistförderpreis ausgezeichnet. Für ihre Arbeit "Muttersprache Mameloschn" erhielt sie 2013 den Ehrenpreis der Mühlheimer Theatertage. Ihr Stück "Schwimmen Lernen" wurde zum Heidelberger Stückemarkt und zum Radikal jung-Festival nach München eingeladen. Seit der Spielzeit 2013/2014 ist Salzmann Hausautorin am Gorki und leitet das Studio Я.
Babett Grube, 1980 in Halle/Saale geboren, war nach ihrem Germanistikstudium im freien Radio tätig und absolvierte 2012 das Schauspieltheaterregie-Studium an der Hochschule für Musik und Theater Hamburg. Ihre Inszenierung der Uraufführung "Demut vor deinen Taten Baby" für das Theater Bielefeld wurde 2013 zum Heidelberger Stückemarkt eingeladen und gewann beim Radikal jung-Festival in München den Publikumspreis.

