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Radetzkymarsch

Uraufführung/Premiere am 08. Februar 2020
Die Geschichte von Carl Joseph von Trotta, der auf Wunsch seines Vaters Soldat in der k.u.k. Monarchie wird, entfaltet sich vor dem Hintergrund des bevorstehenden Untergangs. Zwischen Freiheitsträumen und der Realität des Soldatenlebens sucht er Trost in Alkohol, Frauen und dem Spiel.

Sein Großvater hatte Kaiser Franz Joseph I. in der Schlacht von Solferino das Leben gerettet. So begann die glorreiche Zeit der Trottas. Die Familie wurde geadelt, ihre bäuerlich slawische Herkunft für Jahre vergessen. Doch nicht für immer. Carl Joseph von Trotta dient zwar in der Armee, er würde aber am liebsten wieder Bauer sein, einfacher Bauer in Sipolje. Die Uniform schnürt ihm den Atem ab, die Kaserne empfindet er als Gefängnis. Trotta sehnt sich nach Freiheit, nach Leben. Er ist ein Träumer inmitten einer Welt, die unaufhaltsam ihrem Untergang zusteuert. Alkohol und Frauen sind sein Trost und Glück, das Spielkasino sein Verderben. Er verliert Freunde, Geld und im Ersten Weltkrieg schließlich sein Leben.

In seinem poetischen Jahrhundertroman zeigt Joseph Roth ein Panorama an Figuren, die sämtlich zu wissen scheinen, dass ihr Kosmos dem Untergang geweiht ist. Im Aufstieg und Verfall einer Familie spiegeln sich die letzten Dekaden der Donaumonarchie – eine Utopie, an die der Autor als Patriot und Weltbürger bis an sein Lebensende glaubte.

Joseph Roth wurde 1894 in Brody, Ostgalizien, geboren. Er arbeitete als Journalist in Wien und Berlin und bereiste in den 1920er Jahren für die Frankfurter Zeitung als Reisekorrespondent Europa. Mit dem Aufkommen des Nationalsozialismus emigrierte er nach Frankreich, unternahm aber weiterhin Reisen unter anderem nach Österreich und in die Niederlande. Er starb 1939 in Paris. Zu seinen wichtigsten Werken gehören „Hotel Savoy“, „Hiob. Roman eines einfachen Mannes“, „Radetzkymarsch“ und „Die Legende vom heiligen Trinker“.

Bearbeitung von Koen Tachelet. Übersetzung aus dem Niederländischen von Eva M. Pieper und Alexandra Schmiedebach. Regie Rudolf Frey. Choreografie Marcel Leemann. Bühne Vincent Mesnaritsch. Kostüme Elke Gattinger. Licht Micha Beyermann. Dramaturgie Ina Tartler.

Mitwirkende

Koen Tachelet(Autor/in)
Eva M. Pieper(Autor/in)
Marcel Leemann(Choreografie)
Vincent Mesnaritsch(Bühnenbild)
Elke Gattinger(Kostümbild)
Micha Beyermann(Lichtdesign)
Ina Tartler(Dramaturgie)
Roman Blumenschein(Schauspieler/in)
Alexander Ebeert(Schauspieler/in)
Max G. Fischnaller(Schauspieler/in)
Elke Hartmann(Schauspieler/in)
Lukas Lobis(Schauspieler/in)
Hannes Perkmann(Schauspieler/in)
Peter Schorn(Schauspieler/in)
Fabian Schiffkorn(Schauspieler/in)
Dominik Raneburger(Schauspieler/in)
Sarah Merler(Tänzer/in)
Anastasia Kostner(Tänzer/in)
Sabrina Fraternali(Tänzer/in)

Spielzeiten

Samstag, 08. Februar 2020 (Premiere / Uraufführung)
Sonntag, 09. Februar 2020
Donnerstag, 13. Februar 2020
Freitag, 14. Februar 2020
Samstag, 15. Februar 2020
Sonntag, 16. Februar 2020 (Derniere / Letzte Vorstellung)

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