Genervt von seiner kranken Frau treibt es Iwanow aufs Nachbargut zu den reichen Lebedjews, bei denen er zwar bis über beide Ohren verschuldet ist, deren Tochter Sascha den Schwermütigen aber auf Teufel komm raus aufrichten möchte – durch ihre Liebe. Als Anna Petrowna stirbt, stimmt Iwanow der Hochzeit mit Sascha zu. Doch plötzlich kommt alles anders.
Anton Tschechow schrieb diese Komödie innerhalb weniger Wochen. 1887 kam die erste Fassung in Moskau zur Uraufführung. Iwanow sei „der allergewöhnlichste Mensch“, so Tschechow, ein erschöpfter Mann, inmitten einer Gesellschaft im Umbruch. Entstanden ist eine virtuose Gesellschaftsstudie, die in der Arbeit von Star-Regisseurin Mateja Koležnik mit Humor und Präzision eine äußerst spannende Interpretation erfährt.
Anton Tschechow, geboren 1860 in der südrussischen Hafenstadt Taganrog, studierte Medizin an der Moskauer Universität. 1880 erschienen seine ersten literarischen Publikationen, und er wurde in kurzer Zeit zu einem begehrten und sehr geschätzten Autor. Zu seinem Werk zählen eine Fülle schönster Erzählungen und großartiger Theaterstücke wie „Iwanow“, „Onkel Wanja“, „Die Möwe“, „Drei Schwestern“ und „Der Kirschgarten“. Anton Tschechow starb 1904 im Alter von 44 Jahren in Badenweiler an Tuberkulose.

