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Vom Lagerfeuer zum Weltenbrand: Utopie und Melodie

in Thalia in der Gaußstraße
Uraufführung/Premiere am 14. Juni 2024
Im Jahr 1914 ziehen viele junge Menschen kriegsbegeistert an die Front. Zuvor versammelten sie sich im Oktober 1913 zum Ersten Freideutschen Jugendtag auf dem Hohen Meißner, einem bedeutenden Treffen der Utopisten.

Zu diesem letzten großen Jugendtreffen vor Beginn des Ersten Weltkriegs versammelten sich Vegetarier, Reformpädagogen, Wandervögel, Naturschützer, Pazifisten und viele andere Kritiker der autoritären Gesellschaft, die mit der Gegenveranstaltung zum militaristischen Völkerschlachtgedanken in Leipzig das Symbol einer Generation im Aufbruch schufen. Mit Texten der Meißnerfahrer, Lebensreformer und Künstler im Aufbruch sowie – wie es sich für ein Fest gehört – Musik aus Gegenwart und Vergangenheit entsteht an diesem Abend ein Bild der vielfältigen, aber auch widersprüchlichen Strömungen der Vorkriegszeit: ein Fest der Utopisten und barfüßigen Propheten.

„Vom Lagerfeuer zum Weltenbrand: Utopie und Melodie” ist die Regie-Abschlussarbeit von Helge Schmidt. Helge Schmidt war Regieassistent am Thalia Theater, wo er unter anderem mit Jette Steckel, Luk Perceval und Kornél Mundruczó arbeitete. Er hat sich im Spielort „Nachtasyl“ regelmäßig mit wechselnden Mitgliedern des Ensembles auf „Weltenreisen“ begeben und mit ihnen stets neue Gebiete auf der literarischen Landkarte erforscht. Auf Grundlage der „Weltenreisen“ entwickelt Helge Schmidt gemeinsam mit seinen Partnern auch das Projekt „Thalia Kulturlandschaften“, um das Theater stärker regional zu verwurzeln und gastiert dafür jeweils mit einem Mitglied des Ensembles an besonders atmosphärischen Orten im Hamburger Umland. Außerdem ist seine Inszenierung „Rum und Wodka“ von Conor McPherson regelmäßig im Nachtasyl zu sehen.

Mitwirkende

Spielzeiten

Freitag, 14. Juni 2024 (Premiere / Uraufführung)
Samstag, 15. Juni 2024
Sonntag, 16. Juni 2024

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