Worte werden wie gewetzte Messer benutzt, das Trommelfeuer des Sprachwitzes attackiert die Lachmuskeln des Publikums wie die Herzen der Akteure.
Shakespeares Helden sind Beatrice und Benedikt, sprachgewandte Meister der Sticheleien, nur scheinbar Gegner auf dem Feld der Liebe, einig in ihrer angeblichen Verachtung dem hohen Gefühl gegenüber. Dagegen ist die Liebe Claudios und Heros rein und innig – und umso anfälliger für hinterhältige Intrigen. In einer Welt, in der die Sprache eine gefährliche Waffe ist, hat das Vertrauen keine Chance. Zu guter Letzt finden Hochzeiten statt, doch die Szene ist nicht frei von Bitterkeit. Der Shakespeare-Kenner Harold Bloom nannte 'Viel Lärm um nichts' einmal 'das hübscheste nihilistische Drama, das je geschrieben wurde', denn keiner vermochte der Liebe einen so bittersüßen Beigeschmack zu geben wie der große Menschenforscher Shakespeare.
Inszenierung: Daniela Kranz
Bühnenbild und Kostüme: Jutta Burkhardt

