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Woyzeck

in Hans Otto Theater (Neubau)
Uraufführung/Premiere am 17. Februar 2023
In einer herzlosen und unheimlichen Welt kämpft Woyzeck um sein Überleben. Während andere in einem bunten Vergnügungstempel feiern, ist er seinen Arbeitgebern ausgeliefert und sieht sich gezwungen, seine Gesundheit für medizinische Versuche aufs Spiel zu setzen.
© Thomas M. Jauck

Er fühlt sich alleingelassen und hat keine Wahl. So muss er sich sogar als Proband für medizinische Versuche zur Verfügung stellen. Auf diese Weise ruiniert er seine Gesundheit. Was ihm einzig Halt gibt und sein großes Glück bedeutet, ist die Beziehung zu seiner geliebten Marie. Als sich Marie aber in eine Affäre mit einem gut aussehenden Siegertypen stürzt, verliert Woyzeck ganz den Boden unter den Füßen: Überfordert, ausgelaugt, gedemütigt, isoliert, psychisch schwer angeschlagen und von Eifersucht getrieben, richtet er seine verzweifelte, ohnmächtige Wut ausgerechnet gegen Marie, die Liebe seines Lebens.

Georg Büchner unternimmt in seinem aufrüttelnden wie anrührenden Stück, das zu den Werken der Weltliteratur gehört, eine alptraumhafte Geisterbahnfahrt durch das Leben eines Menschen, der ganz unten steht, der als winziges Rädchen im Getriebe funktionieren muss, damit andere an ihm verdienen können. Dabei geht Büchner den Abgründen der menschlichen Natur nach und stellt die Frage, was den Kern des Menschen ausmacht: seine körperlich-physische oder geistig-seelische Dimension? Die Inszenierung interessiert sich insbesondere dafür, Woyzeck im Lichte unserer Gegenwart zu begegnen.

Die dokumentarischen Texteinschübe entstammen den Kapiteln „An den Rand geschoben: ‚Bettenschubser*innen‘ in der Krankenhauslogistik“ von Ingo Singe sowie „Wie von Geisterhand? Knochenjob Gebäudereinigung“ von Natalie Grimm, Robin de Greef, Ina Kaufbold. Die Texte sind erschienen im Sammelband: „Verkannte Leistungsträger*innen. Berichte aus der Klassengesellschaft“. Hrsg. von Nicole Mayer-Ahuja u. Oliver Nachtwey. Suhrkamp Berlin 2021.

Mitwirkende

Ruby Ann Rawson(Schauspieler/in)
Anne Rohde(Schauspieler/in)
Anna Eger(Schauspieler/in)
Patrick O. Beck(Schauspieler/in)
Ulrich Hoppe(Schauspieler/in)
Henry Morales(Schauspieler/in)
Lise Kruse(Kostümbild)
Meike Sasse(Dramaturgie)
Amanda Babaei Vieira(Schauspieler/in)
Riah Knight(Schauspieler/in)
Joshua Zilinske(Schauspieler/in)
Hannes Gwisdek(Komponist/in)
Riah Knight(Komponist/in)
Sebastian Pircher(Videodesign)
Wicke Naujoks(Bühnenbild)
Heinke Stork(Kostümbild)
Bekim Aliji(Bühnentechnik)
Constanze Fröhlich(Dramaturgie)
Wisam Atfah(Regieassistenz)
Julia Boxheimer(Regieassistenz)
Iris Kraft(Kostümbild)
Anja Kożik(Choreografie)
Christopher Hanf(Dramaturgie)
Hannes Schumacher(Schauspieler/in)
Mascha Schneider(Schauspieler/in)
Jan Hallmann(Schauspieler/in)
Henning Strübbe(Schauspieler/in)
Jörg Dathe(Schauspieler/in)
Jakob Schmidt(Schauspieler/in)
Janine Kreß(Schauspieler/in)
Miu Whigham(Schauspieler/in)
Luise Zinsmeister(Schauspieler/in)

Spielzeiten

Freitag, 17. Februar 2023 (Premiere / Uraufführung)

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