Theaterkompass.de Logo

„Winter in Schwetzingen“ – Das Barock-Fest mit Deutscher Erstaufführung „Didone Abbandonata“

in Schloss Schwetzingen
Uraufführung/Premiere am 05. Dezember 2015
Das Barock-Fest „Winter in Schwetzingen“ präsentiert in einem mehrjährigen Zyklus verschollene Meisterwerke der Opera napoletana. Ein Höhepunkt ist die Deutsche Erstaufführung von Leonardo Vincis Oper „Didone Abbandonata“ in einer Bearbeitung von Georg Friedrich Händel. Ergänzt wird das Programm durch Konzerte und ein Jubiläumskonzert des Heidelberger Bachchors.

Ein Schwerpunkt und Eröffnung des diesjährigen „Winter in Schwetzingen“ ist die Oper „Didone Abbandonata“ von Leonardo Vinci | Georg Friedrich Händel, die ihre Deutsche Erstaufführung erfährt.

Im Rahmen des Barock-Fests Winter in Schwetzingen werden seit 2011 in einem über sieben Jahre angelegten Zyklus verschollene Meisterwerke der Opera napoletana vorgestellt. In den zurückliegenden vier Festivals wurde im Längsschnitt das Neapolitanische Jahrhundert von Alessandro Scarlatti über Niccolò Antonio Porpora und Tommaso Traetta bis zu Niccolò Jommelli gezeigt. Das Künstlerische Team dieses Festivals – Leitung Operndirektor Heribert Germeshausen – kehrt in die zeitliche Mitte der Epoche zurück.

Mit Leonardo Vinci wird einer der produktivsten Komponisten dieser Zeit vorgestellt. Die Bearbeitung seiner Musik von „Didone Abbandonata“ durch Georg Friedrich Händel erlaubt auch, den Wechselwirkungen zwischen Neapel und weiteren Zentren des Barock im Schwetzinger Konzertprogramm nachzugehen. Mit der Deutschen Erstaufführung von „Didone Abbandonata“ wird der „Winter in Schwetzingen“ eröffnet und findet bereits zum 10. Male statt.

Händel brachte 1737 ein Pasticcio von „Didone Abbandonata“ im Londoner Theatre Royal zur Aufführung. Diese Oper ist bereits die fünfte in der Reihe bislang verschollener Meisterwerke der opera napoletana, die alljährlich bei dem Barock-Fest vom Heidelberger Ensemble vorgestellt wird.

Die Musikalische Leitung liegt bei Wolfgang Katschner, der in der Musik des Barock ‚zu Hause‘ ist. In Schwetzingen dirigierte er u. a. die Deutschen Erstaufführungen von „Polifemo“ und “Iphigenie auf Tauris“. Er ist außerdem Begründer Lautten Compagney. Yona Kim, Regie, arbeitete u. a. für Häuser wie das Staatstheater Kassel, die Korean National Opera, das Staatstheater Braunschweig, die Kammeroper Wien, das Nationaltheater Mannheim, das Teatro Nacional Sao Carlos Lissabon sowie die Staatsoper Hamburg. In Heidelberg inszenierte sie in der Spielzeit 2013|14 bereits „Un ballo in maschera“. Es spielt das Philharmonische Orchester Heidelberg.

Deutsche Erstaufführung „Didone Abbandonata“

Oper von Leonardo Vinci | Georg Friedrich Händel - Libretto von Pietro Metastasio - In italienischer Sprache mit deutschen Übertiteln

Erstmals tritt auch Kangmin Justin Kim, einer der neuen Stars unter den Countertenören, der Triumphe u. a. in Paris mit Marc Minkowski feierte und zum Heidelberger Solistenensemble zählt, im Rahmen des Barock-Festes auf. Derzeit ist er auch als Cherubino in einer Neuinszenierung von Mozarts Le nozze de Figaro in Heidelberg zu erleben. Dieser Einstand wurde sowohl vom Publikum als auch der Presse umjubelt. Im „Winter in Schwetzingen“ gibt er sein Debut mit einem Liederabend. Bei diesem mit „Gelosia“ betitelten Konzert legt er in Solokantaten Antonio Vivaldis, Alessandro Scarlattis und Francesco Mancinis seine ganze Virtuosität und Hingabe in die dunkle Seite der Liebe. Begleitet wird der Solist von der Accademia deʼ Draghi unter der Musikalischen Leitung von Gerd Amelung.

Des Weiteren ist die Lautten Compagney Berlin sowie Stipendiaten der Austria Barock Akademie, mit „Wie schön leuchtet der Morgenstern“ und „Sperare – Disperare“ zu hören. Auch bieten das Philharmonische Barockorchester Heidelberg sowie der Heidelberger Bachchor, der in diesem Jahr seinen 130. Geburtstag begeht und eine der ältesten und traditionsreichsten kulturellen Institutionen der Stadt Heidelberg ist, ein Sonderkonzert. Zu diesem Jubiläum hat Bachchorleiter Christian Kabitz aus einem ungehobenen Schatz an kirchenmusikalischen Werken Claudio Monteverdis ein Pasticcio geformt: die Rekonstruktion einer Weihnachtsmesse in San Marco mit dem Titel „Vespera di natale 1633“. Dabei wird neben Werken des Meisters selbst auch Musik seiner Zeitgenossen und direkten Vorläufer wie Agostini, Allegri, Costi und Strozzi erklingen, die Musik zum Weihnachtsfestkreis hinterlassen haben.

Mitwirkende

Wolfgang Katschner(Musikalische Leitung)
Yona Kim(Regie)
Rinnat Moriah(Sänger/in)
Kangmin Justin Kim(Sänger/in)
Terry Wey(Sänger/in)
Elisabeth Auerbach(Sänger/in)
Namwon Huh(Sänger/in)
Polina Artsis(Sänger/in)
Gerd Amelung(Musikalische Leitung)
Christian Kabitz(Musikalische Leitung)

Spielzeiten

Samstag, 05. Dezember 2015 (Premiere / Uraufführung)
Montag, 07. Dezember 2015
Samstag, 19. Dezember 2015
Montag, 28. Dezember 2015
Dienstag, 12. Januar 2016
Freitag, 15. Januar 2016
Donnerstag, 21. Januar 2016
Samstag, 23. Januar 2016
Sonntag, 31. Januar 2016
Freitag, 05. Februar 2016 (Derniere / Letzte Vorstellung)

Teile den Beitrag auf

Background image of the page