Es handelt sich bei diesem Buch um das erste Werk eines deutschen Schriftstellers, das den Widerstand gegen das Hitlerregime thematisierte. Der ist für das Ehepaar Quangel weniger ein politischer Akt als eine Gewissensentscheidung, die sie gemeinsam treffen, nachdem ihr einziger Sohn gefallen ist. Sie wollen etwas tun, sich gegen das sinnlose Hinschlachten Tausender zur Wehr setzen. Fallada entwickelt ein Berliner Hinterhof-Panorama voller berührender, aufwühlender Schicksale und ambivalenter Charaktere – Tapfere und Feige, Kleinkriminelle und Weiberhelden, Nazis, Mitläufer und Spitzel; Leute, die andere belauern und überwachen. Er zeichnet das Bild einer Gesellschaft, die an moralischer Auszehrung leidet, in der Argwohn, Misstrauen und Angst jede soziale Beziehung bestimmen.
Jeder stirbt für sich allein
in Maxim Gorki Theater
Uraufführung/Premiere am 05. September 2011
Hans Falladas Roman beruht auf der wahren Geschichte des Berliner Ehepaares Hampel, das sich ohne Aussicht auf Erfolg mit selbst verfassten Postkarten gegen den Terror der Nazis wehrte. Ihre Geschichte ist eine bewegende Auseinandersetzung mit dem Widerstand gegen das Hitlerregime.
Mitwirkende
Andreas Leupold(Schauspieler/in)
Ruth Reinecke(Schauspieler/in)
Robert Kuchenbuch(Schauspieler/in)
Michael Klammer(Schauspieler/in)
Albrecht Abraham Schuch(Schauspieler/in)
Julischka Eichel(Schauspieler/in)
Matti Krause(Schauspieler/in)
Jorinde Dröse(Regie)
Barbara Steiner(Bühnenbild)
Susanne Schuboth(Kostümbild)
Carmen Wolfram(Dramaturgie)
Spielzeiten
Montag, 05. September 2011 (Premiere / Uraufführung)

