Doch der fürchtet sich selbst zu sehr: vor dem Wanderer, bei dessen Rätselspiel er seinen Kopf verliert; vor dem Drachen, den ihm der Ziehsohn erschlagen soll; vor seinem Bruder, den er im Wald trifft; vor dem furchtlosen Siegfried, der sich dank Vogelstimme den Ring holt und Mime erschlägt.
Auch Wotans Plan vom freien Helden geht nicht auf: Mit dem Schwert zerschlägt ihm Siegfried seinen Speer und steht furchtlos vor Brünnhilde. Ihr Körper lässt ihn erschauern und: fürchten. Im Sonnenglanz finden sie ihre Liebe.
Felsenhöhle, Wald, Wildnis, Felsenhöhe: Der Zweite Tag des Werks gehört der Natur. Doch die Gestalt des harmlosen, naturverbundenen Wanderers schützt den Göttervater nicht vor seinem Fluch.
Generalmusikdirektor Kent Nagano und Regisseur Andreas Kriegenburg setzen ihre gemeinsame Interpretation der Tetralogie fort. Der Fokus der Inszenierung wird wie schon in den beiden ersten Teilen auf der Darstellung des Bühnengeschehens durch die Sänger und zahlreiche Statisten liegen.
Dichtung vom Komponisten in deutscher Sprache mit Übertiteln.

