Darauf reagierte der Pianist, Komponist und Regisseur Erik Gedeon gleichermaßen erstaunt wie fasziniert und kreierte sein Songdrama "Ewig jung". Doch es ist durchaus kein Drama, was sich da auf der Bühne abspielt, sondern ein Spiel mit bissigem Witz und mitreißenden Songs:
Wir schreiben das Jahr 2050. Längst ist das hiesige Theater geschlossen und dient einer Handvoll greiser Schauspieler als Altersresidenz. Abends sitzen sie auf der Bühne zusammen und durchleben noch einmal ihre früheren Erfolge. Es könnte alles so schön sein, wäre da nicht Schwester Angelika, die ihre Schützlinge nicht nur mit Kinderliedern zum Mitklatschen malträtiert, sondern ihnen auch durch ihre musikalischen Vorträge über Krankheit, Alter und Tod die ganze Stimmung versaut. Doch kaum dreht sie ihnen den Rücken, regt sich bei den Bühnenstars die Lebensgier.
Von "I Love Rock'n'Roll" bis "Staying Alive" zeigt sich, dass der alte Kampfgeist noch längst nicht erloschen, sondern durch morsche Knochen und falsche Gebisse nur etwas eingeschränkt ist...
Regie: Lutz Hillmann, Ausstattung: Miroslaw Nowotny.

