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Der nackte Wahnsinn

in Großes Haus
Uraufführung/Premiere am 06. Oktober 2023
In dieser Komödie von Michael Frayn wird das Chaos hinter der Bühne zum Hauptdarsteller. Die Schauspieler kämpfen mit den Tücken des Probenalltags und versuchen, den Anschein von Normalität zu wahren, während der Irrsinn immer mehr die Oberhand gewinnt.

Ist es doch wie im richtigen Leben: interessant wird es, wenn das Paar im Nebenhaus sich bei offenem Fenster anbrüllt und man erleichtert feststellen kann: auch hinter der perfekten Fassade des Nachbarn lauert das Chaos, der Abgrund, die Katastrophe.

Natürlich ist das Ganze nur lustig, wenn es anderen passiert. Diesen Effekt nutzt der englische Autor Michael Frayn in seiner Erfolgskomödie „Der nackte Wahnsinn“ weidlich aus und macht aus dem Theater eine Bühne des Lebens. Und so quält sich vor unseren Augen eine Handvoll begabter Schauspieler heroisch durch eine ganz und gar alberne Farce, in der unter anderem ein Angestellter eines Immobilienmaklers, die Steuerfahndung und ein arabischer Scheich eine große, aber undurchsichtige Rolle spielen.

Auf der nächtlichen Generalprobe kämpft die Truppe noch tapfer mit den Tücken des Probenalltags – sie suchen nach ihrem Text, fragen nach der Logik des Stücks, ärgern sich über falsch platzierte Requisiten oder klemmende Türen. Für den zweiten Akt jedoch dreht sich die Bühne um 180 Grad und der Zuschauer sieht, was sich hinter der Bühne abspielt und in der Regel sorgsam verborgen bleibt: betrügerische Affären, kleinliche Intrigen und handfeste Attacken.

Mit einem Höchstmaß an Improvisation, Phantasie und Durchhaltevermögen versuchen die bedauernswerten Schauspieler bis zuletzt, für ihr Publikum den Anschein von Normalität zu wahren – getreu dem unumstößlichen Motto: Der Lappen muss hochgehen, oder auch: The show must go on. Wie zu erwarten übernimmt aber bald zu unser aller Vergnügen der entfesselte Irrsinn zur Gänze die Regie…

Luk Perceval, Leitender Regisseur des Thalia Theaters, hat sich zuletzt mit Dostojewskijs „Die Brüder Karamasow“ und Falladas „Jeder stirbt für sich allein“ – diese Inszenierung wurde gerade in der Kritikerumfrage von „theater heute“ als Inszenierung des Jahres 2013 ausgezeichnet – eher schweren Themen angenommen. Mit der 1982 erstmals in London uraufgeführten „lustigsten Komödie die jemals geschrieben wurde“ stellt er sich nun ganz anderen inszenatorischen Herausforderungen.

Mitwirkende

Katrin Brack(Bühnenbild)
Ilse Vandenbussche(Kostümbild)
Lothar Müller(Komponist/in)
Mark van Denesse(Lichtdesign)
Susanne Meister(Dramaturgie)
Victoria Trauttmansdorff(Schauspieler/in)
Matthias Leja(Schauspieler/in)
Lisa Hagmeister(Schauspieler/in)
Tilo Werner(Schauspieler/in)
Oda Thormeyer(Schauspieler/in)
Barbara Nüsse(Schauspieler/in)
Felix Knopp(Schauspieler/in)
Cathérine Seifert(Schauspieler/in)
Wolf-Dietrich Sprenger(Schauspieler/in)
Paul Kaiser(Musiker/in)
Lutz Krajenski(Musiker/in)

Spielzeiten

Donnerstag, 05. Oktober 2023 (Premiere / Uraufführung)
Freitag, 06. Oktober 2023 (Premiere / Uraufführung)
Sonntag, 08. Oktober 2023
Mittwoch, 11. Oktober 2023
Donnerstag, 26. Oktober 2023
Donnerstag, 09. November 2023

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