In den 1920er Jahren war Chicago die Stadt des Jazz und der Gangstersyndikate. 1924 schrieb die junge Journalistin Maurine Dallas Watkins über zwei Mordfälle, bei denen Frauen auf der Anklagebank saßen – die eine schön, die andere reich. Später verarbeitete sie beide Fälle in einem satirischen Theaterstück, auf dessen Grundlage 1975 das Musical »Chicago« entstand. Auf kongeniale Weise unterfütterten Songautor Fred Ebb, Co-Autor, Choreograf und Originalregisseur Bob Fosse sowie Komponist John Kander die Kriminalhandlung mit einer Vaudeville-Dramaturgie und jazziger Musik im Geiste der 1920er Jahre. Nachdem das Musical im deutschsprachigen Raum lange Zeit nur in der New Yorker Revival-Inszenierung von 1996 zu sehen war, gehört das Theater Magdeburg nun zu den wenigen Theatern, die eine Neuproduktion herausbringen dürfen.
Die »Vierte Gewalt« in Form der Medien und ihr Einfluss auf Meinungsbildung und Justiz interessieren Regisseur Ulrich Wiggers bei seiner zweiten Domplatz-Inszenierung besonders, denn im Gefängnis und vor Gericht – wie auch im Leben in Freiheit – wird alles zur Show.
Chicago
Ein Musical-Vaudeville in zwei Akten | Buch von Fred Ebb und Bob Fosse | Musik von John Kander | Liedtexte von Fred Ebb | Nach dem Theaterstück »Chicago« von Maurine Dallas Watkins | Deutsch von Erika Gesell und Helmut Baumann
»Chicago« is presented by special arrangement with Samuel French, Inc., New York
Musikalische Leitung Damian Omansen
Regie Ulrich Wiggers
Bühne Leif-Erik Heine
Kostüme Franz Blumauer
Choreografie Jonathan Huor
Dramaturgie Ulrike Schröder

