Also spendiert Lotte eine letzte Runde und stellt dreißig Schnäpse auf die Theke. Für jedes Jahr einen. Der Alkohol löst die Zungen. Er beschwört Träume, Gespenster und gute Geister der zurückliegenden Jahre herauf. Und wenn Worte nicht mehr reichen, wird gesungen: schöne und traurige Lieder, mutmachende Hymnen und beschwingte Songs der Enttäuschung.
Lutz Hübner, Autor u. a. von „Richtfest“, hat das Libretto zu diesem Singspiel über letzte Abende, Lebensträume und schöne und traurige Erinnerungen geschrieben. Torsten Kindermann, der als musikalischer Leiter u. a. schon die Liederabende „Well, you’re my friend“ und „Heimat ist auch keine Lösung“ entwickelt hat, hat dazu die schönsten, bekanntesten aber auch fast vergessene Songs des berühmtesten aus Bochum stammenden Künstlers für das Ensemble arrangiert: Lieder von Herbert Grönemeyer. Die Inszenierung übernimmt Barbara Hauck, die am Schauspielhaus bereits den Johnny Cash-Abend „Well, you’re my friend“ und Aki Kaurismäkis Filmklassiker „Das Leben der Bohème“ inszeniert hat.

