Auch Wangels Töchter aus erster Ehe sind voller sehnsüchtiger Hoffnungen nach einem anderen Leben. Sie träumen von großen Gefühlen und einer aufregenden Zukunft, doch die derzeit zur Verfügung stehenden Verehrer bieten ihnen kaum das, was sie sich wünschen. Vielleicht fehlt auch der Mut, das Bekannte aufzugeben und hinaus in die Welt zu gehen.
Ibsens Menschenzeichnung ist frappierend: Seine Figuren wissen nicht mehr über sich als wir über uns. Sie tragen Welten in sich, Möglichkeiten zur Freiheit und zur Veränderung, bleiben jedoch gefangen in ihrer verlogenen Wirklichkeit. Zu groß sind Angst und Pragmatismus, zu sehr sind sie gewohnt, ihre Träume und Phantasien nicht zu leben. Bis selbst diese irgendwann verschwinden.
Regie: Stephan Kimmig
Bühne: Katja Haß
Kostüme: Anja Rabes
Musik: Michael Verhovec
Dramaturgie: Sonja Anders

